Lebensweise

Veganismus – was ist das eigentlich?

Veganismus - was ist das eigentlich?

Veganismus - was ist das eigentlich?

Kim Malin Bethke, Denise Dörries
Apenrade/Aabenraa
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Die vegane Lebensweise besteht aus mehr als nur der pflanzlichen Ernährung. Foto: Unsplash/Vegan Liftz

Die vegane Lebensweise setzt sich mit mehr auseinander als nur mit dem Verzicht auf tierische Produkte in der Ernährung. Es geht um einen gesamten Lebensstil, bei dem nicht der Mensch, sondern das Ökosystem im Zentrum steht.

Vegan zu leben bedeutet, nicht nur auf bestimmte Lebensmittel zu verzichten, sondern die gesamte Lebensweise umzustellen. Veganer achten nämlich auch auf die Herkunft ihrer Kleidung und versuchen weniger Müll zu produzieren. Trotzdem bleibt die Ernährung, bei der das Tierwohl und das Ökosystem in den Vordergrund gestellt werden, einer der größten Punkte im Leben eines Veganers.

Was steht auf dem veganen Speiseplan?

Unter veganer Ernährung wird eine Ernährung komplett frei von tierischen Produkten verstanden. Produkte, die Veganer grundsätzlich ablehnen und nicht konsumieren, sind Fleisch- sowie Fischprodukte, Eier, Käse, Milchprodukte, tierische Fette und auch Honig.

Von Natur aus vegane Produkte sind Gemüse, Obst, Getreide, Hülsenfrüchte, Reis, Nüsse und Nudeln ohne Ei-Zusatz. Es gibt mittlerweile schon viele pflanzliche Alternativen, die als Ersatz für die tierischen Produkte dienen.

Für Milch gibt es im Supermarkt zahlreiche Alternativen wie beispielsweise Mandel-, Soja- oder Hafermilch. Auch für Wurst- und Fleischwaren hat das Supermarktregal viele Ersatzprodukte zu bieten, und auch Honig kann ersetzt werden, durch Agavendicksaft oder Zuckerrübensirup.

Die vegane Ernährung liegt schon länger im Trend. Das zeigen auch die vielen Rezept-Tipps und Blogs im Internet.

Mehr als nur Ernährung

Eine vegane Lebensweise besteht jedoch aus mehr als nur dem Verzicht auf tierische Produkte in der Ernährung. Veganer achten auch darauf, bei Kleidung, Kosmetik, Einrichtung und Reinigungsprodukten keine tierischen Produkte zu konsumieren. Ihnen geht es darum, dass das Ökosystem im Mittelpunkt steht und nicht der Mensch.

Vegane Kleidung besteht dann beispielsweise komplett aus pflanzlichen und synthetischen Materialien. Leder-, Woll- und Seideprodukte gehören nicht in einen veganen Kleiderschrank. Bei der Herstellung von Shampoo, Spülmittel, Zahnpasta, Gesichtscreme und auch dekorativer Kosmetik ist das Problem einerseits, dass tierische Produkte zur Herstellung verwendet und andererseits Tierversuche durchgeführt werden. Dies lehnen Veganer strikt ab. Mittlerweile gibt es jedoch viele Produkte, die als vegan gekennzeichnet sind und fair produziert werden.

Was hat „Zero Waste“ damit zu tun?

Hand in Hand mit dem veganen Leben geht oft der Trend „Zero Waste“. Wie der Name schon sagt, geht es darum, möglichst wenig bis gar keinen Müll zu produzieren. Dies kann z. B. durch Secondhand-Shopping oder Recycling, Einkaufen in Unverpackt-Läden oder die eigene Herstellung von Naturkosmetik oder Putzmitteln erreicht werden. Dieser Lebensstil strebt vor allem nach Nachhaltigkeit und danach, ein Leben zu führen, bei dem Rohstoffe nicht vergeudet werden.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Ein Leck in unserer Gesellschaft“