Corona-Einschränkungen

Klinikleitung dementiert drohenden Pflegenotstand in Niebüll

Klinikleitung dementiert drohenden Pflegenotstand in Niebüll

Klinikleitung dementiert drohenden Pflegenotstand in Niebüll

Arndt Prenzel/shz.de
Niebüll
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Die Klinik Niebüll arbeitet derzeit nicht mit voller Kapazität. Foto: Arndt Prenzel

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Für den eingeschränkten Betrieb gibt es laut einer Erklärung der Verantwortlichen andere Gründe.

Mitarbeiter der Klinik Niebüll befürchten nach Informationen von shz.de, dass aus Personalmangel im Haus ein Pflegenotstand droht. Ursache seien fehlende Kapazitäten und Erkrankungen. Die 4. Etage mit Geriatrie und Innerer Abteilung werde daher schon am Wochenende geschlossen.

Das Wiederhochfahren der Klinik Niebüll nach der Corona-bedingten Schließung sei bisher mit nur drei von vier Stationen erfolgt, hieß es dagegen vom Klinikum Nordfriesland dazu.

Nur drei Stationen in Betrieb

Derzeit würden die Stationen 1, 2 und 4 belegt. Dafür, dass noch nicht vier Stationen Betrieb sind, gibt es den Angaben zufolge mehrere Gründe.

So erfordere die Kohortierung des Personals - also die feste, dauerhafte Zuordnung zu Pflegeteams - einen höheren Personaleinsatz und sei deutlich weniger flexibel als dessen sonst übliche Gestaltung.

Keine Durchmischung

Aus Infektionsschutzgründen halte die Klinikleitung aber weiter an den festen Teamstrukturen, die keine Durchmischung erlaubten, fest.

Es gebe einen „etwas höheren Krankenstand“, der nicht ausschließlich, aber auch eine Folge des Covid-19-Ausbruches sei.

„Innerhalb der nächsten Tage wird die Station 4 auf die Station 3 umziehen“, erklärte Klinikprecher Michael Mittendorf. „Es findet also keine Schließung, sondern ein Umzug statt. Die Kapazitäten bleiben so, wie sie sind."

Organisatorische Gründe

Für den Umzug gebe es organisatorische Gründe. Auf Station 4 kommen demnach auch verschiedene ambulante Patienten, so dass sich Begegnungen zwischen ambulanten und stationären Patienten, aber auch der verschiedener Beschäftigtengruppen nicht ganz verhindern ließen.

„Mit einem Umzug gehen wir diesem zukünftig aus dem Wege. Es ist also eine Optimierung unseres Sicherheitskonzeptes“, so Mittendorf.

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