Wiederverwertung

Viele Dänen kaufen online aus zweiter Hand

Viele Dänen kaufen online aus zweiter Hand

Viele Dänen kaufen online aus zweiter Hand

kj
Fredericia
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Anni Overvad Andersen arbeitet ehrenamtlich im Webshop lidtsmartere.dk des Blauen Kreuzes. Foto: Jens Peter Engedal

Während die Secondhandläden des Landes geschlossen bleiben, kaufen immer mehr Menschen gebrauchte Kleidung online. Das Blaue Kreuz hat in den vergangenen zwei Monaten mehr als doppelt so viele Bestellungen erhalten.

Viele Webshops haben während der Corona-Krise davon profitiert, dass die meisten Geschäfte aufgrund von Einschränkungen geschlossen bleiben müssen.

Bei der Hilfsorganisation Blaues Kreuz (Blå Kors) herrscht derzeit reges Treiben im Webshop, wo Kunden Kleidung aus zweiter Hand für die ganze Familie und andere Sachen wie Spielzeug für zu Hause kaufen können. Das geht aus einer Pressemitteilung der Organisation hervor.

Insbesondere im Dezember und Januar hat sich der Umsatz im Webshop der Hilfsorganisation, lidtsmartere.dk, mehr als verdoppelt. Das große Interesse freut Anders Christensen, Abteilungsleiter des Blauen Kreuzes für Wiederverwertung.

„Es besteht kein Zweifel, dass Bürger in Dänemark online einkaufen. Der Vorteil ist, dass sie nicht nur einen guten Kauf tätigen, sondern auch die Arbeit des Blauen Kreuzes unterstützen, bedürftigen Menschen zu helfen und gleichzeitig eine nachhaltige Welt zu fördern.“

Freiwillige haben gut zu tun

Die Kleidung im Webshop stammt aus den vielen Altkleidercontainern, die das Blaue Kreuz in Nordjütland aufgestellt hat. Der Webshop befindet sich in Aalborg, wo derzeit vier Ehrenamtliche arbeiten, die sich während der Woche um das Sortieren und Vorbereiten neuer Kleidung für den Verkauf kümmern.

Es gibt weniger Freiwillige als gewöhnlich, also gibt es viel zu tun, sagt die Ehrenamtliche Anni Overlade Andersen, die den Webshop leitet.

„Wir bekommen gerade eine Menge Sommerkleidung, weil die Leute in ihren Kleiderschränken aussortieren“, sagt sie.

Geld aus den Secondhandläden fehlt

Obwohl die Verkäufe im Webshop gut laufen, ist es derzeit eine schwierige Zeit für das Blaue Kreuz und die übrigen Hilfsorganisationen des Landes, die Secondhandläden betreiben.

Die Gewinne aus den 55 Filialen des Blauen Kreuzes fließen unter anderem in soziale Projekte wie Unterbringung von Obdachlosen und Hilfe für Menschen mit Drogenmissbrauch oder Kinderbetreuungszentren. Jede Woche, in der die Geschäfte geschlossen bleiben, verliert die Organisation eine Million Kronen Umsatz, was weit mehr ist, als der Webshop ausgleichen kann.

„Es ist momentan eine schwierige Zeit, aber wir freuen uns darauf, die Secondhandläden bald wieder zu öffnen. Die Freiwilligen freuen sich schon darauf, loszulegen“, so Anders Christensen.

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