Coronavirus

Verschärfte Maßnahmen für die Hauptstadt

Verschärfte Maßnahmen für die Hauptstadt

Verschärfte Maßnahmen für die Hauptstadt

Kopenhagen
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Magnus Heunicke möchte vor Weihnachten die Infektionsketten in der Hauptstadt durchbrechen. Foto: Ida Marie Odgaard/Ritzau Scanpix

Für 17 Kommunen im Großraum Kopenhagen gelten ab Montag verschärfte Corona-Regeln. Auch landesweit führt die Regierung neue Maßnahmen ein.

Die Infektionszahlen in Kopenhagen und in 16 Kommunen in der Umgebung sind nun so hoch, dass die Regierung hier neue Maßnahmen einführt.

Obwohl dort nur knapp ein Viertel der Bevölkerung wohnt, ist dort in den vergangenen Wochen ungefähr die Hälfte der Neuinfektionen festgestellt worden. Am Dienstag hat das Serum Institut in der Kommune Kopenhagen die bisher höchste Inzidenz festgestellt.

Appell an Jugendliche

Die Infektion verbreitet sich vor allem unter jüngeren Menschen.

Gesundheitsminister Magnus Heunicke (Soz.) sagte auf einer Pressekonferenz, es sei ihm bewusst, dass die Corona-Maßnahmen gerade für Jugendliche zu harten Monaten geführt hätten. Er versuchte, ihnen ins Gewissen zu reden.

„Gerade jetzt bedürfen wir eurer Hilfe“, sagte er.

Sorge um Weihnachten

Sollten die hohen Infektionszahlen bis Weihnachten anhalten, befürchtet er, dass sich Infektionen aufgrund von Besuchen dann im ganzen Land verteilen.

Als erste Maßnahme soll die Testkapazität in den 17 Kommunen hochgefahren werden. Dies gilt ab Mittwoch.

„Wir fordern alle, die zwischen 15 und 25 Jahre alt sind, auf, sich in diesen Kommunen bis spätestens Heiligabend testen zu lassen. Wir müssen die versteckten Infektionsketten durchbrechen“, so Heunicke.

Einschränkungen an Schulen

Das Aufspüren von Infektionsketten wird verstärkt, und die Möglichkeiten der Isolierung werden verbessert.

In den Volksschulen wird der Kontakt zwischen unterschiedlichen Klassen nach Möglichkeit unterbunden. An den weiterführenden Ausbildungen wird, soweit machbar, auf digitalen Fernunterricht umgestellt.

Private und öffentliche Arbeitsplätze werden dazu aufgefordert, noch stärker auf Homeoffice zu setzen. Die Maßnahmen für Schulen und Arbeitsplätze gelten ab Montag.

Landesweite Maßnahmen für den Einzelhandel

Für das gesamte Land werden ab Montag verschärfte Maßnahmen für den Einzelhandel eingeführt. Es darf dann nur noch eine geringe Anzahl Kunden in den Geschäften sein. Es wird Einbahnverkehr während des Einkaufs eingeführt.

Sämtliche neuen Maßnahmen gelten bis zum 2. Januar.

„Wir sind bereit, noch vor Weihnachten sofort neue Maßnahmen einzuführen, sollte dies notwendig werden“, betonte Heunicke.

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