Verkehr

Unfallstaus schneller auflösen und Millionen sparen

jrp
Kopenhagen
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Kürzere Stauzeiten sparen der Gesellschaft bis zu 70 Millionen Kronen im Jahr. Foto: Mathias Øgendal/Ritzau-Scanpix

Dänische Bürger stehen nach einem Unfall auf der Autobahn zu lange im Stau. Das kostet die Gesellschaft Millionen. Ein Versuch auf Fünen hat gezeigt, dass sich das mit einem einfachen Mittel umgehen lässt.

Wird die Autobahn nach einem Unfall gesperrt, bedeutet das für viele Autofahrer oftmals lange Wartezeit im Stau. Das kostet die Gesellschaft Millionen Kronen im Jahr, die gespart werden könnten, wenn die Wege schneller wieder freigegeben werden. Ein Versuch des Wegedirektorats (vejdirektoratet) in Zusammenarbeit mit der Polizei hat nun gezeigt, dass sich das umsetzen lässt. Das berichtet TV2.

Bisher längere Wartezeiten im Stau

Bisher werden Abschleppwagen nämlich erst dann gerufen, wenn die ersten Hilfskräfte vor Ort sind. Bei dem Versuch wurden sie schon dann zum Einsatz gesendet, als die Unfallmeldung einging. Dadurch konnte der Unfallbereich schneller geräumt und die Straße wieder freigegeben werden.

Die Erfahrungen, die auf den fünschen Autobahnen gemacht wurden, werden nun im ganzen Land umgesetzt. Eine Million Kronen wird das kosten. Allerdings haben Berechnungen des Wegedirektorats gezeigt, dass durch die neue Praxis – der Zeitersparnis für die Autofahrer – ein gesellschaftsökonomischer Gewinn von 35 bis 70 Millionen Kronen erzielt werden kann.

„Die Zeit, die in Staus verbracht wird, kann doch besser mit der Familie oder bei der Arbeit genutzt werden. Deshalb wollen wir dafür sorgen, dass die Zeit der Bürger nicht in Staus verschwendet wird“, heißt es in einer Pressemitteilung von Transportminister Ole Birk Olesen (Liberale Allianz).

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