Coronavirus auf Nerz-Farmen

Schätzungen deuten auf rasche Verbreitung des mutierten Virus hin

Schätzungen deuten auf rasche Verbreitung des mutierten Virus hin

SSI vermutet rasche Verbreitung des mutierten Virus

dodo/Ritzau
Kopenhagen
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Das SSI schätzt, dass sich deutlich mehr Menschen mit dem mutierten Coronavirus infiziert haben als bekannt ist. Foto: Mads Claus Rasmussen / Ritzau Scanpix

Das Staatliche Serum-Institut geht davon aus, dass sich im Laufe des Herbstes bis zu 2.700 Bürger in Dänemark mit dem mutierten Coronavirus aus den Nerz-Farmen infiziert haben.

Der Corona-Ausbruch im Herbst auf einer Reihe von Nerz-Farmen in Dänemark hat auch Konsequenzen für viele Bürgerinnen und Bürger.

Das Staatliche Serum-Institut (SSI) vermutet, dass sich bis zu 2.700 Personen in Dänemark mit dem mutierten Coronavirus infiziert haben, das von den Nerz-Farmen stammt. Das berichtet die Zeitung „Berlingske“.

Die Schätzung basiert auf Untersuchungen von Gensequenzen positiv getesteter Personen.

Das SSI hat bisher 566 bestätigte Fälle des mutierten Virus nachgewiesen. Allerdings wurden nur ein kleiner Teil aller positiven Corona-Tests auf die Mutation nachuntersucht, weshalb das Institut davon ausgeht, dass die Zahl der Infizierten deutlich höher ist.

Die Cluster-5-Mutation hat sich vor allem in Nordjütland ausgebreitet, doch auch in anderen Teilen des Landes gibt es Fälle, sagt Tyra Grove, Oberärztin am SSI.

„Es ist bereits jetzt klar, dass die Infektion mit der Nerz-Variante erheblich zur Ausbreitung der Infektion in der Region Nordjütland beigetragen hat – vor allem im Oktober. In der Folge gab es dann auch Infektionen mit dem mutierten Virus in Mitteljütland und Süddänemark“, so Grove zu „Berlingske".

Zu Beginn des Herbstes machte die Nerz-Mutation fast 60 Prozent aller neuen Corona-Fälle in Nordjütland aus. Die jüngsten Zahlen aus Nord- und Mitteljütland aus der Kalenderwoche 47 zeigten, dass die Nerz-Variante damals nur noch 20 bis 25 Prozent aller Fälle ausmachte.

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