Tunnelbau

Femern A/S: „Keine Krise“ bei Bauprojekt

Volker Heesch
Volker Heesch Hauptredaktion
Kopenhagen
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So soll der Tunnel aufgebaut sein. Foto: Femern A/S

Medien berichten über bis zu einer Milliarde Kronen Mehrkosten bei Verzögerung des Baubeginns bis 2020. Die Projektgesellschaft wiegelt ab.

Die staatliche dänische Projektgesellschaft Femern A/S weist Berichte zurück, dass aufgrund weiterer Verzögerungen beim Bau des geplanten Tunnels unter dem Fehmarnbelt mit Mehrkosten von einer Milliarde Kronen gerechnet werden müsse.

Es gebe auch keine Zweifel daran, dass die EU bis zu 4,4 Milliarden Fördermittel für die Straßen- und Schienenverbindung bereitstellt.

2016 war bei Unterzeichnung der Bauverträge mit zwei Tunnelbaukonsortien von einem Baubeginn Anfang 2020 ausgegangen worden. Die dänische Tageszeitung Jyllands-Posten hatte nun berichtet, die Projektgesellschaft müsse bis zu eine Milliarde Kronen an die Konsortien zahlen, wegen bis dann nicht aufgenommener Bauarbeiten.

Transportminister Ole Birk Olesen (Liberale Allianz) hatte den zuständigen Folketingsausschuss über Verzögerung beim Tunnelbau informiert, weil erst 2020 deutsche Genehmigungen erwartet werden.

Der verkehrspolitische Sprecher der Sozialdemokraten im Folketing, Rasmus Prehn, sagte am Freitag zur Nachrichtenagentur Ritzau, dass das Projekt derzeit gar „besser als erwartet“ laufe. Der Minister habe die Ausschussmitglieder beruhigen können.

Am Nachmittag hatte das Ministerium verkündet, das vorbereitende Bauarbeiten vorgezogen werden, damit der Zeitplan für die eigentliche Bauphase stabilisiert wird.

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