Kriminalität

Drogenfunde an dänischer Grenze haben sich fast verdoppelt

Drogenfunde an dänischer Grenze haben sich fast verdoppelt

Drogenfunde an dänischer Grenze haben sich fast verdoppelt

Apenrade/Aabenraa
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Im vergangenen Jahr fanden die Zöllner und Zöllnerinnen 1,9 Tonnen Haschisch, während 54 Kilogramm Kokain, 47 Kilogramm Amphetamin und 960.000 neue psychoaktive Pillen beschlagnahmt wurden (Archivfoto). Foto: Tobias Selnæs Markussen/Ritzau Scanpix

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Das Zollwesen hat im Jahr 2023 die Zusammenarbeit mit anderen Behörden verstärkt und dadurch an der dänischen Grenze große Mengen an Haschisch, Kokain, Amphetamin und psychoaktiven Pillen entdeckt und beschlagnahmt. Die Drogen wurden unter anderem in Leichenwagen, Möbeln oder elektronischen Geräten versteckt.

Die Zollbeamtinnen und -beamten haben im vergangenen Jahr 2,9 Tonnen Drogen an der Grenze zu Dänemark aufgespürt und sichergestellt. Dies teilt die Zollbehörde in einer Pressemitteilung mit. Das ist fast eine Verdoppelung im Vergleich zum Vorjahr, wo 1,5 Tonnen Drogen beschlagnahmt wurden.

Laut dem Leiter der Kontrolldirektion der Zollbehörde, Jeppe Kjærgaard, ist der Anstieg bei den Funden sowohl darauf zurückzuführen, dass die Zollbehörde effizienter geworden ist, als auch darauf, dass das Aufspüren der Drogen einfacher geworden ist.

„Die Ermittlungen haben besonders beim Paketversand an Fahrt aufgenommen, wo wir eine beträchtliche Anzahl von Funden sehen“, sagt er.

Deutlich mehr Haschisch aufgespürt

Insbesondere bei Haschisch hat das Zollwesen große Mengen in Paketen und Briefen gefunden. Im vergangenen Jahr fanden die Zöllnerinnen und Zöllner insgesamt 1,9 Tonnen Haschisch, was mehr als das Dreifache des Vorjahres ist, in dem 550 Kilogramm beschlagnahmt wurden.

Darüber hinaus hat die Behörde unter anderem 54 Kilogramm Kokain, 47 Kilogramm Amphetamin und 960.000 neue psychoaktive Stoffe in pillenform wie Opioide und Benzodiazepine beschlagnahmt.

Kreative Schmuggelversuche

Jeppe Kjærgaard berichtet, dass die Kriminellen beim Versuch, die Schmuggelware ins Land zu bringen, äußerst kreativ sind.

„Die Zöllner haben unter anderem Haschisch und andere Drogen in Möbeln und elektronischen Geräten gefunden, wo es auf verschiedene Weise eingebaut wurde. Die Kreativität ist also groß”, sagt Kjærgaard.

Die Zollbeamtinnen und -beamten fanden außerdem im Januar 740.000 psychoaktive Pillen, die in einem Leichenwagen über die Grenze geschmuggelt werden sollten. Einen Monat später fanden sie 300 Kilogramm Haschisch in einem Reifen eines Wohnmobils an der deutsch-dänischen Grenze.

Verstärkte Zusammenarbeit der Behörden

Obwohl das Zollwesen immer mehr Drogen an der dänischen Grenze beschlagnahmt, arbeitet die Behörde weiter daran, noch besser darin zu werden, die illegalen Drogen aufzuspüren.

„Wir wollen unsere Analysemöglichkeiten und den Informationsaustausch weiter stärken, damit wir zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein können. Außerdem haben wir bereits die Zusammenarbeit mit anderen Behörden sowohl in Dänemark als auch international verstärkt”, so Kjærgaard. 

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