Coronavirus

Behörde schließt Notfallzulassung für Impfstoff aus

Behörde schließt Notfallzulassung für Impfstoff aus

Behörde schließt Notfallzulassung für Impfstoff aus

dodo/Ritzau
Kopenhagen
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In Großbritannien kann die Impfung gegen Corona beginnen. Foto: Friso Gentsch/dpa

Während die Briten bereits am Mittwoch dem Biontech-Impfstoff die Zulassung erteilt haben, werde es in Dänemark ohne gründliche Prüfung kein grünes Licht geben, sagt der Direktor der Arzneimittelbehörde.

Als erstes Land hat Großbritannien dem Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer am Mittwoch grünes Licht gegeben. Auf die dänische Zulassung wird dies allerdings keinen Einfluss haben, sagt Thomas Senderovitz, Direktor der dänischen Arzneimittelbehörde.

„Das hat für uns keine Bedeutung. Die Briten haben eine Notfallzulassung ausgestellt. Dies ist keine richtige Zulassung, wie wir sie in der EU vergeben werden. Das bedeutet, dass die Verfahren gründlicher sind“, so Senderovitz. Er wolle damit nicht sagen, dass die Briten schlampig und nicht gründlich gewesen seien, sondern lediglich, dass es sich nicht um das gleiche, gründliche Verfahren handele. Die Bürger in der EU könnten stolz darauf sein, dass es dieses gebe, bevor ein Impfstoff zugelassen werde, sagt der Direktor weiter.

Er unterstreicht zudem, dass es von Dänemark niemals eine Notfallzulassung wie bei den Briten geben werde: „Mit mir als Direktor der dänischen Arzneimittelbehörde wird so etwas nicht passieren. Ich möchte Gründlichkeit. Es darf nicht zu schnell gehen. Man muss Zeit haben, alle Daten zu überprüfen und Fragen an die Hersteller zu stellen. Wir sind der Wachhund der Bürger, und wir wollen sicher sein, dass niemand über die Stelle gesprungen ist, an der der Zaun am niedrigsten ist“, so Thomas Senderovitz.

Pfizer und Biontech wollen umgehend mit der Auslieferung des Impfstoffs ins Vereinigte Königreich beginnen. In der klinischen Phase-3-Studie schützte das Vakzin 95 Prozent der Probanden vor einer Covid-19-Erkrankung.

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