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Dänischer Postnord-Chef sieht Licht am Ende des Tunnels

Dänischer Postnord-Chef sieht Licht am Ende des Tunnels

Dänischer Postnord-Chef sieht Licht am Ende des Tunnels

cvt/Ritzau
Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Postnord
Foto: Scanpix

Der dänische Teil des schwedisch-dänischen Postkonzerns Postnord steckt weiter tief in den roten Zahlen. Auch für kommendes Jahr sieht es nach einem großen Minus aus, sagt Peter Kjær Jensen. Doch dann soll sich das Blatt wenden.

Das Jahr 2017 ist für Postnord Dänemark mit einem Minus im dreistelligen Millionenbereich zu Ende gegangen. Geschäftsführer Peter Kjær Jensen rechnet auch für 2018 mit einem Minus unterm Strich. „Wir haben gut 800 Millionen Dänische Kronen beim Betriebsergebnis verloren und das ist kein Grund für eine große Betriebsfeier. Aber wir haben uns auch um 600 Millionen Kronen verbessert im Vergleich zum Vorjahr, es geht also in die richtige Richtung“, sagt er.

„Auch dieses Jahr erreichen wir kein Plus, auch wenn wir dem Haushalt voraus sind. Der Plan sagt aber, dass wir 2020 Gewinn machen und ich selbst habe das Ziel, dass wir 2019 Gewinn machen“, so Jensen.

Absturz der Briefmenge gebremst

Postnord Dänemark befindet sich derzeit in einer Umbruchphase, weil die Zahl der Briefe in Dänemark durch die staatlich forcierte digitale Umstellung in den vergangenen Jahren um mehr als 80 Prozent zurückgegangen ist. Dennoch sind die Briefe ein wichtiger Geschäftsbereich, sagt Jensen. „Und es sieht sogar so aus, als beginne der Fall der Briefmengen etwas abzuflachen, wenn wir die vergangenen Monate mit den entsprechenden Monaten im Vorjahr vergleichen“, sagt er. „Es gibt noch immer viele Dänen, die nicht digitalisiert sind und es gibt noch eine schöne Anzahl an Auslandspost und Eilbriefen“, so der Postnord-Geschäftsführer.

Die Briefmenge werde jedoch weiterhin fallen, daran gebe es keinen Zweifel, doch der verlangsamte Absturz helfe dem Unternehmen eindeutig. Durch den Weihnachtshandel und den Rabatt-Tag Black-Friday sei die Paketmenge zudem erneut angestiegen, was der Organisation „enorme Energie gegeben hat und ein Fingerzeig ist, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, so Jensen.

Das schwedisch-dänische Staatsunternehmen warten derzeit auf grünes Licht der EU-Kommission für eine Geldspritze des dänischen Staates, die bis Ende des Monats vorliegen soll. Mit ihr soll die Konsolidierung angeschoben werden, unter anderem durch die teure Entlassung zahlreicher Beamter.

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