Mobilität

Zugverkehr über die Grenze: Das sind die Pläne und Ideen

Zugverkehr über die Grenze: Das sind die Pläne und Ideen

Zugverkehr über die Grenze: Das sind die Pläne und Ideen

Jydske Vestkysten/hm
Nordschleswig/Kiel/Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Bislang stiegen Dänemark-Reisende in Hamburg in den Zug, wenn sie wieder nach Hause wollten. Ob das in Zukunft auch so sein wird, steht laut „JydskeVestkysten“ nicht fest. Foto: Thomas Borberg/Ritzau Scanpix

Diesen Artikel vorlesen lassen.

Mit dem Bau der Fehmarn-Belt-Querung bangt die Politik im Grenzland um die Bedeutung des Zugverkehrs, der derzeit über Jütland abgewickelt wird. Ein Überblick über Forderungen und die Ideen.

Die Zeitung „JydskeVestkysten“ hat zusammengetragen, was Politiker nördlich und südlich der Grenze über den Zugverkehr im Grenzland denken, der vor einem Wandel steht. Unter anderem Jan Riber Jakobsen (Kons.), Bürgermeister der Kommune Apenrade (Aabenraa) fragt sich der Zeitung zufolge, ob Nordschleswig mit den Menschen, die tagtäglich über die Grenze pendeln, abgehängt wird, wenn die Fehmarn-Belt-Verbindung voraussichtlich im Jahr 2029 fertiggestellt ist. Er spricht sich laut der Zeitung für einen deutsch-dänischen Bahnhof in Flensburg aus.

Ein gemeinsamer Bahnhof könnte den Abstand nach Paris oder Berlin verkürzen, so der Bürgermeister, und auch den Bahnreisenden, die nach Odense möchten, käme ein solcher Bahnhof zugute.

Auf der anderen Seite der Grenze kann laut „JydskeVestkysten“ der schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen nachvollziehen, dass es an der jütländischen Grenze angesichts der großen Investitionen zwischen Fehmarn und Lolland die Befürchtung gibt, dass die Jütlandverbindung an Bedeutung verliert
Ein neuer Bahnhof in Flensburg sei ein guter Vorschlag. Nun liege es an den Verkehrsunternehmen, mit dem Vorschlag weiterzuarbeiten, so Madsen. Aufgrund einiger anderer Vorhaben sieht der Minister aber wenig Chancen, dass das Projekt bald in Angriff genommen wird. Es soll laut Minister mehrere Treffen mit der Deutschen Bahn im Frühjahr geben, bei denen deutsch-dänische Projekte diskutiert werden sollen.

Transportminister Thomas Danielsen (l.) und der schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen Anfang Februar in Kopenhagen Foto: Walter Turnowsky

Minister schlägt Flensburg-Fredericia vor

Mads Skau, Bürgermeister der Kommune Hadersleben (Haderslev), sorgt sich der Zeitung nach ebenfalls um den Zugverkehr in der Region. Die Sorgen könnten jedoch durch mehr Verbindungen zerstreut werden. Mindestens alle zwei Stunden sollte ein Zug fahren, um die Straßen nicht noch mehr zu belasten, meint Skau.

Transportminister Thomas Danielsen hat laut Zeitung Claus Ruhe Madsen vorgeschlagen, eine regelmäßige Verbindung Fredericia-Flensburg einzurichten, um das Grenzland anzubinden, wenn ab 2028 die Dänischen Staatsbahnen keine Regionalzüge mehr nach Flensburg fahren lassen. Derzeit starten diese Züge in Hamburg.

Stephanie Lose (Venstre) hatte 2022 als Regionsratsvorsitzende der Region Süddänemark ebenfalls Bedenken geäußert. Damals ging es um Befürchtungen, dass neue elektrische Züge nicht auf deutschen Schienen fahren könnten. Wie die Zeitung zu berichten weiß, hat die dänische Bahn aber neue Züge bestellt, die auf deutschen und dänischen Schienen fahren können.

Mehr lesen

Freizeit

57 Kinder und Erwachsene entführen in das Reich der Fantasie

Hadersleben/Haderslev Auf „Peter Pan“ folgt „Skammerens datter“: Nach Monaten mit intensiven Proben feiert das Haderslebener Laientheater „Forsøgsscenen“ am Donnerstagabend Premiere. 37 Kinder und 20 Erwachsene bringen unter der Leitung von Kim Asmussen den Bestseller von Lene Kaaberbøl als Musical auf die Bühne. Unter ihnen ist Eva Strøm, die vor zwei Jahren aus Süddeutschland in den hohen Norden zurückkehrte.