Rattenbekämpfung

Vereinfachter Einsatz gegen Ratten bedenklich

Vereinfachter Einsatz gegen Ratten bedenklich

Vereinfachter Einsatz gegen Ratten bedenklich

Kopenhagen
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Foto: dpa

In Zukunft soll die Rattenbekämpfung mit Rattengift in eigener Regie erlaubt werden. Das hat die dänische Regierung zusammen mit der Dänischen Volkspartei entschieden.

Die Regierungsparteien und die Dänische Volkspartei (DF) haben sich auf einen neuen „Ratten-Handlungsplan“ verständigt, der es unter anderem Landwirten erleichtern soll, in eigener Regie Schadnager zu bekämpfen. Bisher müssen für die Rattenbekämpfung mit Rattengift ausgebildete Schädlingsbekämpfer eingeschaltet werden. Es soll künftig auch erlaubt werden, das Rattengift in einem Umkreis von mehr als zehn Metern um Häuser auszulegen.

Während das Umwelt- und Nahrungsmittelministerium herausstellt, dass die Rattenbekämpfung „entbürokratisiert“ wird, werden von Seiten des Naturschutzes Bedenken laut, dass künftig noch mehr als bisher bereits durch Gift getötete oder belastete Ratten von Greifvögeln oder anderen Tieren gefressen werden. Untersuchungen hatten gezeigt, dass zahlreiche Greifvögel und Eulen durch Rattengift belastet waren, die sie über vergiftete Nager aufgenommen haben. Auch Katzen und Hunden könnte die Lockerung bei der Rattengiftauslegung zum Verhängnis werden.

Nicht erwähnt werden Möglichkeiten, Rattenplagen durch „ungiftige“ Gegenmaßnahmen wie Entfernung von Ratten-Futterquellen und mehr Sauberkeit um die Häuser zu ergreifen.

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