Covid-19

Der Corona-Lockdown wird verlängert

Der Corona-Lockdown wird verlängert

Der Corona-Lockdown wird verlängert

dodo/Ritzau
Kopenhagen
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Mette Frederiksen hat die Verlängerung des Lockdowns am Dienstagabend bekanntgegeben. Foto: Philip Davali/Ritzau Scanpix

Die derzeitigen Corona-Restriktionen in Dänemark werden bis zum 17. Januar verlängert. Das hat Regierungschefin Mette Frederiksen am Dienstagabend bekanntgegeben. Sie appelliert an die Bürger, alle Silvesterfeiern abzusagen.

Die Corona-Restriktionen, die derzeit bis zum 3. Januar geplant sind, werden um zwei weitere Wochen verlängert. Das hat Regierungschefin Mette Frederiksen (Sozialdemokraten) am Dienstagabend auf einer Pressekonferenz bekanntgegeben.

Das bedeutet, dass unter anderem Restaurants, Bars, Fitnessstudios, der Einzelhandel und Einkaufszentren weiterhin geschlossen bleiben. Gleiches gilt für kulturelle Einrichtungen.

„Die Situation in Bezug auf Infektionsraten, Krankenhauseinweisungen und Todesfälle ist derzeit ernster als im Frühjahr. Wir müssen den Trend umkehren, egal welche Einschränkungen und Schließungen wir durchführen müssen“, so die Regierungschefin.

Auch in den Schulen und Universitäten bleiben die Türen weiterhin zu und der Unterricht findet für alle Schüler und Studenten digital zu Hause statt. Lediglich Kindergärten und Krippen bleiben geöffnet.

Frederiksen wies darauf hin, dass obwohl die ersten Impfungen nun gestartet seien, noch ein langer Weg auf die Gesellschaft warte.

„Die Opfer, die wir jetzt in unserem sozialen Leben bringen, indem wir so wenig Personen wie möglich sehen, sind absolut entscheidend, um die Infektionsketten zu durchbrechen und Menschenleben zu retten“, sagte Frederiksen.

Appell an die Bürger: Sagt Silvesterfeiern ab

Zudem appellierte sie an alle Bürger, sämtliche geplanten Silvesterfeierlichkeiten abzusagen.

„In unseren Augen ist es nicht verhältnismäßig, wenn eine Neujahrsfeier bedeutet, dass sich noch mehr Personen anstecken. Wir dürfen nicht alles für diese eine Nacht aufs Spiel setzen. Sagt alle Verabredungen ab, die ihr vielleicht getroffen habt. Feiert nur mit Menschen aus eurem eigenen Haushalt und vielleicht mit den engsten Freunden“, so die Staatsministerin.

Auch Gesundheitsminister Magnus Heunicke (Sozialdemokraten) äußerte mahnende Worte: „Ich muss betonen, dass Silvester leider keineswegs das Ende der Pandemie ist. Wir stehen vor einem harten Januar und vielleicht sogar einem harten Februar“, sagte der Minister.

Frederiksen dankt Erziehern

Mette Frederiksen dankte den Erziehern und Pädagogen für ihren Einsatz in den vergangenen Wochen. Einen Dank den Anke Tästensen, Schulrätin des Deutschen Schul- und Sprachvereins (DSSV), von ganzem Herzen unterstützt.

„Die Erzieher und Pädagogen haben einen großen Dank verdient. Sie machen eine tolle Arbeit und sind in der Corona-Pandemie besonders gefährdet“, unterstrich Tästensen im Gespräch mit dem „Nordschleswiger“ nach der Pressekonferenz.

Die Schulrätin hat mit der Verlängerung des Shutdowns gerechnet und hat für sie angesichts der Lage Verständnis, trotzdem müsse man sich nun wieder umstellen.

Am Mittwoch will sie in einer Videokonferenz die Situation mit den Leiterinnen und Leitern der deutschen Schulen besprechen. Klar sei auch, so Tästensen, dass es eine Notbetreuung von Schulkindern gebe. Sie erwartet, dass das Unterrichtsministerium demnächst auf seiner Homepage erläutert, wer berechtigt ist, eine solche Notbetreuung für die eigenen Kinder zu erhalten.

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