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Mit diesem Vorschlag will die Regierung die Wirtschaft im Sommer ankurbeln

Mit diesem Vorschlag will die Regierung die Wirtschaft im Sommer ankurbeln

So will die Regierung die Wirtschaft im Sommer ankurbeln

Ritzau/kj
Kopenhagen
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Im vergangenen Jahr waren die Fährtickets für Fußgänger und Radfahrer eine Zeit lang kostenlos. Foto: Ute Levisen

Das Sommerpaket soll mehr Menschen dazu verleiten, in einem Hotel zu übernachten oder ein Restaurant zu besuchen. Das neue Hilfspaket könnte auch Museumsbesuche kostenlos und Fährtickets billiger machen.

Wenn sich der Frühling dem Ende neigt, gilt das auch für eine Reihe von finanziellen Hilfspaketen.

Aber neue Hilfe ist auf dem Weg, und zwar in Form eines Sommerpakets im Wert von rund 1,6 Milliarden Kronen, wie „TV2“ berichtet.

Das Paket zielt auf die Kultur- und Erlebnisbranche (kultur- og oplevelsesøkonomien) ab, die von den Schließungen aufgrund der Corona-Krise stark betroffen ist.

„Es ist uns gelungen, die Infektionsrate niedrig und die Wirtschaft hochzuhalten, und deshalb ist Dänemark in einer stärkeren Position als die Länder um uns herum“, sagt Finanzminister Nicolai Wammen (Soz.) auf der Pressekonferenz. Foto: Liselotte Sabroe/Ritzau Scanpix

Den Plan dazu haben am Donnerstag Finanzminister Nicolai Wammen (Soz.), Finanzminister Morten Bødskov (Soz.), Wirtschaftsminister Simon Kollerup (Soz.) und Kultur- und Kirchenministerin Joy Mogensen (Soz.) auf einer Pressekonferenz vorgestellt.

Sobald das Paket vorgelegt wurde, wird es mit den anderen Parteien im Parlament verhandelt.

400 Millionen Kronen für Hotels und Restaurants

Von der Gesamtsumme sollen etwa 400 Millionen Kronen an Hotels und Restaurants gehen. Davon sind 50 Millionen Kronen speziell für Restaurants und Cafés in Kopenhagen, Aarhus, Odense und Aalborg vorgesehen.

Sie können Zuschüsse von bis zu 50.000 Kronen für Veranstaltungen, Rabatte oder andere spezielle Angebote beantragen, schreibt „DR“.

Die dänische Branchenorganisation Dansk Erhverv ist erfreut, dass die Initiative den größeren Städten zugutekommen könnte.

„Wir freuen uns, dass das Paket den Teil der Veranstaltungsbranche hervorhebt, der die größten Einbußen erlitten hat – nämlich die Veranstaltungsbranche in den Großstädten und insbesondere in Kopenhagen“, sagt Lars Ramme Nielsen, Leiter der Abteilung Tourismus und Veranstaltungen bei Dansk Erhverv.

300 Millionen Kronen für Kultur

Museen und andere Kulturveranstalter sollen circa 300 Millionen Kronen erhalten, die es ermöglichen, die Eintrittspreise zu senken oder den Besuch eines Museums oder Theaters kostenlos zu machen.

Die Hilfe wird dringend benötigt, sagt Nils M. Jensen, Vorsitzender der dänischen Museumsorganisation. Auch wenn die Museen wieder geöffnet sind, ist es immer noch schwierig, Besucher anzulocken.

„Im Moment kommt nur etwa ein Drittel der üblichen Besucher um diese Jahreszeit. Die Notwendigkeit eines Corona-Passes bremst die spontanen Besuche, deshalb sind wir sehr gespannt, was das Sommerpaket genau enthält“, sagt Nils M. Jensen.

200 Millionen Kronen für vergünstigten Transport

Von der Gesamtsumme sollen 200 Millionen Kronen für den Transport in Dänemark in Form von günstigen Zugtickets und ermäßigten Fährtickets bereitgestellt werden.

Der Verband der kleinen dänischen Inseln ist begeistert, die Vorsitzende Dorthe Winther verweist auf den Erfolg des vergangenen Sommers.

Erfolge aus dem vergangenen Sommer

Als die Fährtickets für Fußgänger und Radfahrer kostenlos wurden, stieg die Zahl der Passagiere sprunghaft an.

Diesmal hofft die Vorsitzende, dass es im Juni, Juli und August vergünstigte Tickets geben wird.

„Wir wissen, dass die Dänen auch in den Monaten Juni und August in den Urlaub fahren, also wird die Verteilung über einen längeren Zeitraum mit reduzierten Fahrpreisen es mehr Menschen ermöglichen, sie zu nutzen“, sagt Dorthe Winther.

Während die Inseln von den Hilfspaketen im vergangenen Jahr profitierten, hatte die Sommerhilfe 2020 in den größten Städten nur begrenzte Auswirkungen, so Dansk Erhverv.

„Es ist daher absolut notwendig, dass jetzt Maßnahmen ergriffen werden, die sicherstellen, dass Hotels, Restaurants und Geschäfte in Kopenhagen in diesem Sommer einen zusätzlichen Schub bekommen“, sagt Lars Ramme Nielsen.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Also was jetzt?“