Zum Abschuss freigegeben

Wildschweinbestand in Dänemark schrumpft

Wildschweinbestand in Dänemark schrumpft

Wildschweinbestand in Dänemark schrumpft

dodo/Ritzau
Kopenhagen
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Die Zahl der Wildschweine in Dänemark nimmt immer weiter ab. Foto: Gabor Vereb/Unsplash

Nach Schätzungen der Naturbehörde gibt es derzeit nördlich der deutsch-dänischen Grenze weniger als 25 Wildschweine. Im Dezember sollen es noch 35 bis 40 gewesen sein. Ob der neue Wildschweinzaun dazu beigetragen hat, ist laut Expertin ungewiss.

Der Wildschweinbestand in Dänemark ist seit Dezember, als der Wildschweinzaun an der dänisch-deutschen Grenze fertiggestellt wurde, deutlich zurückgegangen.

Das berichtete die Naturbehörde der Zeitung „Danmark“.

Nach deren Schätzung soll es derzeit in Dänemark weniger als 25 Tiere geben. Im Dezember wurde der Bestand noch auf 35 bis 40 geschätzt.

Abschuss als Hauptgrund

Inge Gillesberg, Försterin bei der Naturbehörde, ist der Überzeugung, dass die Maßnahme, die Wildschweine in Dänemark zum Abschuss freizugeben, einer der Hauptgründe für die stark sinkenden Zahlen ist.

„Wir haben auch einige andere Werkzeuge wie Fallen und dergleichen, um sicherzustellen, dass wir auf der dänischen Seite der Grenze keine permanente Wildschweinpopulation haben“, so Gillesberg zur Nachrichtenagentur Ritzau.

Inwieweit der neue Wildschweinzaun dazu beigetragen habe, den Bestand zu senken, sei ungewiss, sagt die Expertin.

Auswirkungen durch den Zaun sind ungewiss

„Es ist schwer zu sagen, welche Auswirkungen der Zaun selbst hat. Aber aufgrund der Aufnahmen, die unsere Kameras entlang der Grenze machen, kann man sagen, dass es keine großen Bewegungen am Zaun gibt“, so die Försterin. Allerdings sehe es so aus, dass seit Errichtung des Zaunes keine neuen Wildschweine nach Dänemark gelangt seien, sagt Gillesberg.

Die Naturbehörde hat sich zur Aufgabe gesetzt, so viele Wildschweine wie möglich aus der dänischen Natur zu entfernen. Die Tiere gelten als Risiko dafür, die Afrikanische Schweinepest zu übertragen, und sind damit eine Gefahr für die dänische Schweineindustrie.

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Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
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