Leibgarde

So viele Frauen wie nie wollen die Königin bewachen

So viele Frauen wie nie wollen die Königin bewachen

So viele Frauen wie nie wollen die Königin bewachen

dodo/Ritzau
Kopenhagen
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Mehrere Frauen melden sich als Wehrpflichtige bei der Leibgarde, um die Bärenfellmütze zu tragen. Foto: Ida Marie Odgaard/Ritzau Scanpix

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37 Frauen beginnen im August als Wehrpflichtige bei der königlichen Leibgarde. 2017 waren es noch drei.

Unter den fast 400 neuen Rekruten, die im August bei der königlichen Leibgarde anfangen, befindet sich eine Rekordzahl an Frauen.

Für die Aufgabe, unter anderem die königlichen Schlösser und Anwesen zu bewachen, haben sich insgesamt 37 Frauen gemeldet.

Positiver Effekt

Das ist im Vergleich zu 2017, als sich noch drei Frauen für die Leibgarde meldeten, ein riesiger Anstieg, sagt Verteidigungsministerin Trine Bramsen (Sozialdemokraten), die sich über die Entwicklung freut.

„Wenn beide Geschlechter vertreten sind, sorgt dies für eine bessere Dynamik, und es hat einen positiven Effekt auf das Lösen der Aufgaben“, so die Ministerin.

Insgesamt wurden 394 Personen in diesem Jahr für den Start der Ausbildung für die Leibgarde einberufen.

Im August 2017 waren unter 300 Wehrpflichtigen drei Frauen. Bei den insgesamt 894 Personen, die ab April, August und Dezember des Jahres zur Leibgarde berufen wurden, lag die Frauenquote bei 1,8 Prozent.

Keine Erklärung

Im vergangenen Jahr waren es 6,1 Prozent bei insgesamt 1.140 wehrpflichtigen Leibgardisten.

Eine Erklärung für den Anstieg hat Trine Bramsen nicht.

„Meine größte Vermutung ist, dass es ein breiteres Verständnis der sicherheitspolitischen Agenda gibt und es uns gelungen ist, qualifizierte weibliche Vorbilder zu finden“, sagt Bramsen.

Ein konkretes Ziel für die Verteilung von Männern und Frauen habe sie aber nicht, so die Ministerin.

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