Obligatorisches Auslandssemester

SDU möchte ihre Studenten ins Ausland schicken

Jon Thulstrup
Jon Thulstrup Online-Redaktion
Odense
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Die Süddänische Universität möchte seine Studenten ins Ausland schicken. Foto: Syddansk Universitet

Im kommenden Semester möchte die Süddänische Universität ein obligatorisches Auslandssemester für ihre Studenten einführen. Zwang soll es jedoch nicht geben, wer einen guten Grund vorlegt, darf verzichten.

Im kommenden Semester möchte die Süddänische Universität ein obligatorisches Auslandssemester für ihre Studenten einführen. Zwang soll es jedoch nicht geben, wer einen guten Grund vorlegt, darf verzichten.

Die Süddänische Universität meint, dass ein Auslandssemester den Studenten etwas geben kann, dass sie am eigenen Universitätscampus nicht bekommen können. Das berichtet JydskeVestkysten. Laut Universität sollen die Studenten durch ein obligatorisches halbes Jahr im Ausland ein internationales Netzwerk aufbauen und ein anderes Studienklima erleben. Die neue Regelung soll für Studenten gelten, die fünf Jahre lang an der Universität studieren (Bachelor und Masterstudium).

„Fünf Jahre ist eine lange Zeit an einer Universität. Deshalb sind wir der Meinung, dass ein Semester an einer anderen Universität den Studenten von Nutzen sein kann“, sagt der Prorektor der Süddänischen Universität, Bjarne Graabech Sørensen zu jv.dk.

Ihm zufolge wollen viele dänische Studenten kein Semester im Ausland studieren, weil sie schon vor dem Studium rumgereist sind, einen guten Wohnsitz haben oder einen Nebenjob haben. Das Auslandssemester wird zwar obligatorisch sein, jedoch werden die Studenten nicht dazu gezwungen. Die Universität ist mit einem Verzicht bei einer persönlichen Begründung einverstanden. „Die Studenten können auch im Ausland die staatliche Ausbildungsunterstützung (SU) beziehen. Wir wissen aber auch aus Erfahrung, dass ein Auslandssemester eine finanzielle Belastung sein kann“, so Sørensen.

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