Umwelt & Natur

Rettungsaktion für den Wal

Ritzau/hm
Hobro
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Foto: Annelene Petersen/Ritzau Scanpix

Vergangene Woche tauchte ein Wal im Mariager Fjord bei Hobro auf. Die Naturbehörde gab ihm wenig Überlebenschancen. Bis jetzt ist er aber nicht schwächer geworden. Die Behörde will weiterhin nicht in den Gang der Dinge eingreifen, eine private Gruppe schon.

Seit dem 27. November schwimmt ein rund zehn Meter langer Wal bei Hobro, weit im Inneren des Mariager Fjords. Vergangene Woche gab Ivar Høst von der Umweltbehörde (naturstyrelsen) dem Wal nur eine geringe Überlebenschance. Am Montag hat er nun mitgeteilt, dass der Wal wohlauf sei und eine private Gruppe diesen retten wolle.

Høst zufolge will die Initiative versuchen, den Wal aus dem Fjord zu bugsieren. „Wir haben unsere Zweifel, ob das glückt, aber wir werden uns nicht querstellen und die Aktion beobachten“, so Høst. Nach seinen Worten steht hinter der privaten Rettungsaktion Susan Sand, die vergangene Woche in das kalte Wasser sprang, um den Wal zu retten.

Nach ihren Worten soll der Wal aus dem Fjord getrieben werden, indem hinter dem Wal Lärm produziert wird und Boote fahren. Die Zuschauer im Hafen von Hobro sollen mit einbezogen werden. Laut Sand werden 120 bis 150 Personen teilnehmen; wann die Aktion startet, steht noch nicht fest. Man werde vorher mit Experten sprechen, um weder das Tier noch Menschen in Gefahr zu bringen. „Wir wissen, dass der Wal sterben kann, aber wir versuchen, dem Tier nicht zu schaden", so Sand, die enttäuscht darüber ist, dass die Naturbehörde nicht mitmacht.

Høst sieht keine Veränderung im Zustand des Tieres. Er sagt: „Der schwimmt durch die Gegend wie sonst auch, und es sieht nicht so aus, als ob er schwächer würde. Der Biologe Carl Kinze sagte am Montag dem Sender DR, es handele sich um einen Seiwal und nicht um einen Zwergwal, wie bisher angenommen. Seiwale werden anders als Zwergwale als moderat bedroht eingestuft. Die Umweltbehörde wird aber trotzdem nicht eingreifen. „Als Behörde werden wir nicht versuchen, den Wal zu retten. Wir warten ab, die Natur soll ihren Gang nehmen“, so Ivar Høst.

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Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
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