Umwelt

Mikroplastik: In der Ostsee Status Quo

Mikroplastik: In der Ostsee Status Quo

Mikroplastik: In der Ostsee Status Quo

Jon Thulstrup
Jon Thulstrup Online-Redaktion
Kopenhagen
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Diese Mikroplastik-Partikel unter fünf Millimetern werden oft von Fischen und anderen Meeresbewohnern verspeist. Foto: dpa

Eine neue Studie zeigt, dass trotz eines erhöhten Vorkommens von Plastik in den Weltmeeren, die Menge in der Ostsee unverändert bleibt.

Die Menschen leiten immer mehr Plastik in die Ozeane der Welt – doch anscheinend bleibt die Ostsee von den zunehmenden Mengen unversehrt, zeigt eine neue Studie der Kopenhagener Universität und des deutschen Forschungsinstituts Geomar. Das heißt jedoch nicht, dass in der Ostsee kein Plastik vorhanden sei, berichtet Videnskab.dk. Die Studie zeigt lediglich, dass die Menge seit 1987 unverändert geblieben ist.

„Wir hatten mit einer Steigung der Mengen an Mikroplastik in der Ostsee gerechnet, weil die Produktion von Plastik in Europa im Zeitraum von 1987 bis heute verdreifacht wurde“, sagt der Professor an der Technischen Universität in Kopenhagen (DTU), Torkel Gissel Nielsen, zu Vienskab.dk. „Doch wir konnten keinen Anstieg beim Mikroplastik feststellen“, erklärt der Professor.

30 Jahre lang untersucht

Die neue Studie hatte Fische und Plankton 30 Jahre lang auf den Inhalt von Mikroplastik untersucht. Die Forscher wollten nachweisen, ob die Menge an Mikroplastik in den Lebewesen im Takt mit der erhöhten Produktion von Plastik steigen würde – doch das war nicht der Fall.

„Die Untersuchung kann als eine gründliche Arbeit bezeichnet werden und unterstreicht, dass die Belastung mit Mikroplastik nicht sonderlich hoch an der Oberfläche der Ostsee ist“, erklärt der Meeresforscher an der Universität in Aarhus, Jakob Strand gegenüber Videnskab.dk.

Die Frage ist dann, wo sich das ganze Mikroplastik befindet? „Es ist möglich, dass das Plastik von Meeresströmungen weggetrieben wird und an anderen Stellen hochkonzentriert ist und das Tierleben dort möglicherweise stark beeinflusst“, sagt DTU-Forscher Nielsen.

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