Hohe Erwartungen

Jeder zweite Student hat Schlafstörungen

Jon Thulstrup
Jon Thulstrup Online-Redaktion
Kopenhagen
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Foto: dpa

Eine Umfrage von Dansk Magisterforening besagt, dass jeder zweite Student Stresssymptome und Schlafbeschwerden erlebt. Eine der Gründe hierfür sind die hohen Erwartungen an sich selbst.

Die dänische Gewerkschaft für Akademiker, Dansk Magisterforening, hat eine neue Zufriedenheitsuntersuchung unter Studenten durchgeführt. Das Ergebnis zeigt eine Problematik im Bildungssystem, meint die Gewerkschaft. Laut Umfrage haben 90 Prozent der Studenten im laufenden Semester Stress erlebt. Ganze 50 Prozent davon beklagen sich über Schlafmangel und Schlafstörungen.

„Die gesundheitliche Schieflage unter den Studenten ist noch nie einer qualitativen Untersuchung unterzogen worden und wurde generell als ein Luxusproblem dargestellt”, meint Trine Wulf-Andersen, Expertin in Lernumgebung bei der Universität in Roskilde. Ihrer Meinung nach sagen viele „Wie schlimm kann es als Erwachsener sein, einen Universitätsabschluss zu meistern?” Die Umfragen zeigen jedoch, dass psychische und gesundheitliche Probleme unter Studenten keine Einzelfälle sind, so Wulf-Andersen.

Den Studenten zufolge sind es jedoch nicht Umstände wie Reformen, schlechte Privatökonomie oder Studienjobs, die die schlechten Prozentsätze in der Umfrage verursachen. Jeder dritte stellt sehr hohe Erwartungen an sich selbst, welches zu Stresssymptomen führen kann.

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