Covid-19

Erster Fall einer neuen Corona-Variante in Dänemark aufgetaucht

Erster Fall einer neuen Corona-Variante in Dänemark aufgetaucht

Neue Corona-Variante in Dänemark aufgetaucht

Ritzau/nb
Kopenhagen
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Die BA.2.75-Subvariante von Omikron ist jetzt in Dänemark aufgetaucht. Erstmals wurde sie in Indien registriert. Dort hat ihre Verbreitung innerhalb eines Monats von 2 auf jetzt 23 Prozent aller Infektionsfälle zugenommen. Foto: Fusion Medical Animation/Unsplash.com

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Erstmals wurde die besonders ansteckende Omikron-Subvariante BA.2.75 bei einer Person in Dänemark nachgewiesen. Die neue Mutation war erstmals in Indien aufgetreten und hat sich dort rasch verbreitet.

In Dänemark ist eine neue Corona-Variante gefunden worden. Das teilt das Gesundheitsministerium auf Twitter mit.

Dabei handelt es sich um die Mutation BA.2.75, eine Subvariante von Omikron.

Sie wurde bei einer dänischen Person festgestellt, die aus dem Urlaub in Griechenland zurückgekehrt ist. Dort hat sich die betreffende Person aller Wahrscheinlichkeit nach angesteckt, wie die dänische Behörde für Infektionskrankheiten und nicht übertragbare Krankheiten, Statens Serum Institut (SSI), „Ritzau“ gegenüber mitteilt.

Neue Variante erstmals in Indien nachgewiesen

Die neue Mutation wurde außerdem unter anderem in Deutschland, Großbritannien und den USA registriert.

BA.2.75 wurde erstmals in Indien nachgewiesen. Dort hat die Mutation für Aufsehen gesorgt, da sie sich sehr schnell ausbreitet.

Am 12. Juni machte die Variante 2 Prozent aller indischen Infektionsfälle aus. Etwa einen Monat später liegt der Wert nun bei 23 Prozent.

Es ist durchaus möglich, dass wir, sofern sich BA.2.75 in Dänemark festsetzen sollte, im Laufe des Sommers ein Ansteigen der Infektionszahlen sehen.

Søren Alexandersen, fachlicher Direktor beim SSI

Auswirkungen derzeit noch unklar

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist es derzeit unklar, ob BA.2.75 zu einem schwereren Krankheitsverlauf führt als BA.5.

Dass die neue Subvariante ansteckender sein kann als frühere Omikron-Varianten liegt an einer Reihe von Mutationen im sogenannten Spike-Protein, wie der fachliche Direktor, Søren Alexandersen, vom SSI erläutert.

„Hier handelt es sich in jedem Falle um eine der Mutationen, die durchaus einen Einfluss darauf haben können, wie Antistoffe früherer Varianten umgangen werden. Und dann gibt es noch eine Mutation, die möglicherweise für einen höheren Ansteckungsgrad sorgt. Doch das ist zum jetzigen Zeitpunkt noch Spekulation“, sagt Søren Alexandersen.

Nicht 1:1 auf Dänemark übertragbar

Erfahrungswerte einer wachsenden Zahl an Infektionsfällen durch BA.2.75 kommen bis auf Weiteres aus Indien. Das Wissen von dort kann jedoch nicht unmittelbar auf Dänemark übertragen werden, sodass zunächst unklar ist, wie sich die Mutation in Dänemark verbreiten wird, so der Experte.

„Es geht um gänzlich andere Verhältnisse. Das Klima ist grundlegend anders, und es handelt sich um ein wesentlich größeres Land mit viel mehr Einwohnerinnen und Einwohnern. Zudem kommt dort ein völlig anderes Testverfahren zum Einsatz. Deshalb ist es schwer, die Verhältnisse mit Dänemark zu vergleichen“, so Søren Alexandersen.

Zunahme der Infektionsfälle in Dänemark denkbar

Dennoch könne es durchaus sein, dass die neue Subvariante zu einer Zunahme der Infektionen hierzulande führt.

„Es ist durchaus möglich, dass wir, sofern sich BA.2.75 in Dänemark festsetzen sollte, im Laufe des Sommers ein Ansteigen der Infektionszahlen sehen“, so Alexandersen.

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