Ein Jahr nach dem Betonklotzwurf

Der Vater wird sein Leben lang schwerstbehindert bleiben

dodo/jt
Odense
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Blumen am Tatort. Die Autobahnbrücke bei Blommenslyst. Foto: Scanpix

Der Familienvater befindet sich nach Aussage der Familie weiter in einem schlechtem Zustand und wird dauerhaft geschädigt bleiben. Bei der Tätersuche tappt die Polizei weiter im Dunkeln.

Genau ein Jahr ist es am Montag her, dass das Auto einer deutschen Familie auf der Autobahn von Fünen von einem Betonklotz getroffen wurde, den Unbekannte von einer Autobahnbrücke warfen.

Die 33-jährige Mutter starb bei der Tat. Der Familienvater wird sein Leben lang mit einer Schwerstbehinderung leben müssen.

„Es geht ihm nicht gut. Sein Zustand hat sich nicht verändert. Er ist blind, leidet an Gedächtnisverlust und ist auf ständige Hilfe angewiesen“, schreiben Familienangehörige in einer E-Mail an die Nachrichtenagentur Ritzau.

Die Familie befand sich auf dem Heimweg aus dem Urlaub, als westlich von Odense ein 30 Kilogramm schwerer Betonklotz von einer Autobahnbrücke geworfen wurde. Der Klotz rammte das Auto der Familie und traf die beiden Eltern schwer. Die 33-jährige Mutter war auf der Stelle tot, während der fünfjährige Sohn mit leichten Verletzungen davonkam.

Der Sohn geht es den Umständen entsprechend gut, berichtet die Familie. „Er wohnt bei seinen Großeltern. Aber wir wissen nicht, ob er jemals mit seinem Vater wieder zusammenwohnen kann“, schreiben die Angehörigen.

Bei der Tätersuche tappt die Polizei weiterhin im Dunkeln. „Wir haben keine neuen Spuren, denen wir nachgehen können“, sagt Polizeioberrat Per Laursen von der Polizei auf Fünen. Die Polizei hofft aber weiterhin auf neue Hinweise, die zur Verhaftung des Täters führen können.

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