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Spendenfreudige Paten: Bühnentechnik für das Deutsche Haus

Großzügige Paten: Bühnentechnik für das Deutsche Haus

Großzügige Paten: Bühnentechnik für das Deutsche Haus

Jündewatt/Jyndevad
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Da kam Freude auf, als Raimar Neufeldt von der Dittchenbühne (vorne links) zusammen mit einem Kollegen Bühnentechnik mit nach Jündewatt gebracht hatte. Cilli Guldager (2. von rechts) und Sabrina Nissen (rechts), langjährige Stützen der Jündewatter Laienspieler, luden gern mit aus. Foto: Privat

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Was für eine Überraschung und was für eine Freude beim Verein Deutsches Haus Jündewatt: Die Dittchenbühne aus der Patenschaftsstadt Elmshorn überließ den Jündewattern hochwertiges Equipment.

Der Chef der Elmshorner Dittchenbühne, Raimar Neufeldt, kam persönlich vorbei und überbrachte die großzügige Spende.

Die semiprofessionelle Bühne, die mit hohem Anspruch literarische Klassiker auf die Bühne bringt, und auf der die Theatergruppe Jündewatt seit Jahren einen Gastauftritt hat, schenkte den Jündewattern ausgemusterte hochwertige Technik.

„Uns fielen immer die technischen Möglichkeiten auf, mit denen die Elmshorner arbeiten konnten, und wir freuten uns jedes Mal aufs Neue, wenn wir unsere Komödien auf die Bühne der Dittchenbühne brachten“, erzählt Rolf Pfeifer, Vorsitzender des Deutschen Hauses Jündewatt und treibende Kraft der Laienspielgruppe.

Lohnenswerte Aufräumarbeit

Im vergangenen Jahr, als coronabedingt keine Auftritte stattfinden konnten, nutzte man die Gelegenheit, im Deutschen Haus Jündewatt zu renovieren und aufzuräumen, was lange liegen geblieben war. Ähnlich verhielt es sich in Elmshorn.

„In einem Gespräch mit Immo Neufeldt, dem Patenschaftsbeauftragten der Stadt Elmshorn, kam zum Ausdruck, dass die Dittchenbühne ihre technische Anlage überarbeitet. Bei dieser Information konnte ich nicht still bleiben und merkte an: Schmeißt bloß nichts weg!“, berichtet Pfeifer mit einem Lachen.

Nach einiger Zeit erhielt Pfeifer einen Anruf von Raimar Neufeldt. „Er fragte nach einem Besuchstermin und merkte an, dass er etwas Technik mit dabeihaben werde“, so Pfeifer.

Was beim Besuch im Laderaum des Transporters aus Elmshorn zum Vorschein kam, verschlug den Nordschleswigern schier den Atem.

Etwas entpuppte sich als viel

Die Jündewatter hatten die Freunde aus Elmshorn zuvor nichts ahnend zu einer Tasse Kaffee und Brötchen eingeladen, denn das Ausladen musste ja nicht sofort geschehen.

Als sich die Türen öffneten, konnten wir die Münder nicht mehr schließen. Was da für uns bereitlag, übertraf all unsere Erwartungen.

Rolf Pfeifer

Man führte die Gäste durch das Deutsche Haus und erläuterte die anstehenden baulichen Veränderungen und Planungen.

Dann ging es ans Ausladen.

„Als sich die Türen öffneten, konnten wir die Münder nicht mehr schließen. Was da für uns bereitlag, übertraf all unsere Erwartungen. Da wurden Mischpulte für Licht und Sound ausgeladen, und auch diverse Scheinwerfer und Farbfilter für Lichteffekte gelangten in unseren Besitz.“ Es sei der helle Wahnsinn gewesen, so Pfeifer.

Bei der Besichtigung der Jündewatter Bühne erhielten die Jündewatter obendrein wertvolle Tipps für das Anbringen und den Einsatz der verschiedenen Scheinwerfer.

Neue Möglichkeiten

„Mit der Installation der neuen Licht- und Soundanlage öffnen sich für uns neue Möglichkeiten der Inszenierungen, und darauf freuen wir uns sehr. Ob nun genauere optische Tag/Nacht-Darstellung oder gezielte Personenausleuchtung sowie farbliche Herausstellung von Szenen – es wird vieles mehr möglich sein, das wir aber auch erst lernen müssen“, erwähnt Rolf Pfeifer.

Er hofft, dass die neue Ausrüstung dazu beiträgt, Laienspieler zum Mitmachen zu motivieren, denn die Theatergruppe kämpft zurzeit mit Personalsorgen.

Die Freude über das Equipment war vor allem auch bei Cilli Guldager und Sabrina Nissen groß, die seit vielen Jahren fester Bestandteil der Laienspielgruppe sind.

„Raimar Neufeldt und sein Kollege waren von unserer Freude sichtlich angetan, und waren der einhelligen Meinung, dass sich dieser Ausflug nach Jündewatt gelohnt hat! Wohl war“, so Pfeifer.

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Kerrin Jens
Kerrin Jens Hauptredaktion
„Leute von Nordgaard“