Deutsche Minderheit

Thema ist volle Gleichberechtigung im öffentlichen Leben

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Tingleff/Tinglev
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Carsten Leth Schmidt erläuterte während des Informationsgesprächs anlässlich des Deutschen Tages in Tingleff den Wahlkampf und die Kandidatenteams der Schleswigschen Partei (SP). Foto: Karin Riggelsen

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Der Vorsitzende der Schleswigschen Partei, Carsten Leth Schmidt, geht optimistisch mit 46 Kandidatinnen und Kandidaten ins Rennen um die Sitze in Nordschleswigs Kommunalparlamenten. Der SP-Stadtratsvertreter in Hadersleben setzt am Sonnabend bei Wählertreffen in der Holsteinischen Scheune am Schloss Gramm auf Argumente für Bürgerwindparks.

Nach einer Präsentation der Politik der Schleswigschen Partei (SP) während des Informationsgesprächs im Rahmen des Deutschen Tages am Sonnabend peilt der SP-Vorsitzende Carsten Leth Schmidt am Sonnabend, 13. November, im Endspurt des Kommunalwahlkampfes vor dem Wählervotum am Dienstag die Überzeugung der Bürgerinnen und Bürger bei einer Veranstaltung mit allen Parteien in der Holsteinischen Scheune des Grammer Schlosses für seine Energiepolitik an.

Argumente für Bürgerwindparks

Er will Sonnabend von 10 bis 12 Uhr im kleinen Ort ganz im Westen der Kommune Hadersleben mit Argumenten für sein Konzept umweltfreundlicher Energiegewinnung mit Bürgerwindparks und Solaranlagen werben. Der SP-Stadtratsvertreter hält die kostengünstigen Anlagen an Land für erforderlich, um angesichts des immer bedrohlicheren Klimawandels den Ausstoß von Treibhausgasen stoppen zu können. In Nordschleswig verabschieden sich zu seinem Bedauern immer mehr Parteien vom Ausbau der umweltfreundlichen Energiegewinnung, die vor Jahrzehnten noch in Dänemark durchweg willkommen war. Er sieht die heutigen Entscheidungsträger in der Verantwortung gegenüber den nachwachsenden Generationen. Außerdem plädiert er für Bürgerwindparks, um dem ländlichen Raum zu zusätzlichen Einnahmen zu verhelfen.

Nicht zögern bei Energiewende

„Wir dürfen nicht zögern bei der Umstellung auf erneuerbare Energie“, so Schmidt während des Informationsgesprächs, bei dem er die SP-Kandidaten- und SP-Kandidatinnenteams aus den Kommunen Tondern (Tønder), Apenrade (Aabenaa), Sonderburg (Sønderborg) und Hadersleben (Haderslev) präsentiert hatte. Neben den politischen Themen, die wie die Energiepolitik alle Menschen in Nordschleswig angehen, präsentiert sich die Schleswigsche Partei, so Leth Schmidt, nach wie vor als die  Interessenvertretung der deutschen Minderheit. „Unser Hauptthema ist die deutsche Sprache“, so der Politiker und fügte hinzu: „Wir setzen auf die volle Gleichberechtigung der deutschen Sprache und Kultur in Nordschleswig im öffentlichen Leben. Das haben wir immer im Gepäck.“ Leth Schmidt nannte als Beispiel für das Wirken der SP für Nordschleswig als eine Einheit deren erfolgreiche Initiative, die Touristik-Vermarktung aller vier Kommunen im Landesteil wieder zu vereinen.

SP konstruktiv in Kommunalparlamenten

In allen vier Kommunen habe die SP konstruktive Beiträge in der Kommunalpolitik geliefert. „Wir haben auch in ganz Dänemark Aufmerksamkeit erzielt“, betonte er unter Hinweis auf Sendungen und Beiträge in zahlreichen landesweiten Medien wie „Danmarks Radio“. Punkten könne die SP immer mit ihrem Engagement für die Regionalsprache „Sønderjysk“. Zur Nachfrage während des Informationsgesprächs, ob die SP dem Vorbild der dänischen Minderheit in Südschleswig folgen wolle und ein Mandat im nationalen Parlament erobern möchte, sagte Leth Schmidt: „Mal sehen, wie weit wir in Richtung Folketing kommen.“ Zuvor war darauf hingewiesen worden, dass es schwierig sei, 14.000 bis 20.000 SP-Stimmen zu bekommen, die mittlerweile für die Eroberung eines Folketingsmandates erforderlich sind.       

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