Sankelmark 2025

Wissenslücke schließen: Animationsfilm zur Geschichte der deutschen Minderheit

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Den Film über die deutsche Minderheit gibt es in drei Fassungen: auf Deutsch, Dänisch und Englisch.

Es herrscht zu viel Unwissenheit über die Geschichte der deutschen Minderheit, so die Kommunikationskonsulentin des BDN in ihrer Präsentationsrede. Ein fünfminütiger Film soll dem nun entgegenwirken und Besucherinnen und Besucher schnell auf einen Wissensstand bringen. Außerdem richtet Sally Flindt-Hansen einen Appell an die Anwesenden.

„Unser Ziel war es, einen Film zu schaffen, der die deutsche Minderheit in Dänemark von Anfang an erklärt“, bringt Sally Flindt-Hansen, Kommunikationskonsulentin des Bundes Deutscher Nordschleswiger, den Auftrag des neu produzierten Animationsvideos auf den Punkt. Das Ergebnis stellte sie am Sonnabend auf der Neujahrstagung in Sankelmark vor.

Unwissenheit als Nährboden für Vorurteile

Der fünfminütige Film sei so konzipiert, dass er sowohl Jugendliche als auch Erwachsene anspreche und leicht verständlich sei. „In einem lockeren und dynamischen Stil soll er unsere Geschichte erzählen, über unsere Gegenwart informieren und Interesse wecken“, erläutert die Kommunikationskonsulentin.

Es herrsche noch immer zu viel Unwissen über die Geschichte Dänemarks, die Grenzziehung 1920 und die Entstehung und Entwicklung der deutschen Minderheit – und das wiederum sei Nährboden für Vorurteile, so Sally Flindt-Hansen.

Dem soll mit diesem Video entgegengewirkt werden: Besuchergruppen – ob Schulklassen oder Delegierte – sollen künftig mit diesem Kurzfilm willkommen geheißen werden, um ein gemeinsames Basiswissen zu schaffen.

„Bitte teilen!“

Sally Flindt-Hansen unterstützt ihre Aussage mit bildlichen Vergleichen: „Man kann auch kein Rezept verstehen, wenn man nicht weiß, was eine Waage ist oder wie eine Schüssel aussieht. Ebenso kann man keine Landkarte lesen, wenn man nicht weiß, wo Norden, Süden, Osten oder Westen ist.“

Sie selbst ist stolz auf den sowohl informativen als auch unterhaltsamen Film und empfiehlt dem Publikum indirekt, ihn gleich mehrmals zu sehen. Dann werde der Detailreichtum deutlich.

Kurz bevor sie auf „Play“ drückt, richtet sie noch eine Bitte an die Anwesenden: „Nutzt den Film gerne als Einleitung bei Elternabenden, Vereinsabenden und, wenn ihr Lehrkräfte seid, in den Klassen. Teilt ihn mit Freunden und Familie. Verlinkt ihn im Internet, wenn in den Kommentarspuren Unwissenheit, Unsachlichkeit und Fake News wieder dominieren.“

Das Video gibt es in deutscher, dänischer und englischer Fassung – mit und ohne Untertexte.

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