Einwanderung

Dänemark ist ein populäres Ausbildungsland unter Deutschen

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Die dänischen Lehranstalten – wie die SDU in Sonderburg – sind bei deutschen Studierenden beliebt (Archivfoto).

Menschen mit einem deutschen Pass sind die zweitgrößte Gruppe unter ausländischen Studierenden in Dänemark. Mehr Ausbildungssuchende kommen nur aus den USA.

Die Anzahl der Deutschen, die aus Studiengründen nach Dänemark gehen, ist seit 2021 deutlich gestiegen. Im vergangenen Jahr haben 1.700 Menschen mit einem deutschen Pass eine Aufenthaltsgenehmigung mit der Begründung erhalten, dass sie einer Ausbildung in Dänemark nachgehen. Das zeigen Daten von Danmarks Statistik.

Die Anzahl der Deutschen, die wegen einer Arbeit nach Dänemark ziehen, ist ebenfalls hoch, bei einer leicht steigenden Tendenz.

Einen regelrechten Sprung nach oben hat die Anzahl derer gemacht, die aus anderen Gründen zugezogen sind. Von 2020 bis 2022 ist diese Zahl fast auf das Dreifache gestiegen. Und auch 2024 war sie immer noch doppelt so hoch wie vier Jahre zuvor.

EU-Bürgerinnen und -Bürger können eine Aufenthaltsgenehmigung auch bei Familiennachzug, bei ausreichendem Vermögen sowie als Unternehmerin oder Unternehmer erhalten.

Unter den ausländischen Studierenden machen die Deutschen die zweitgrößte Gruppe aus. Nur aus den USA sind 2024 mehr Menschen wegen einer Ausbildung eingewandert.

Die Anzahl der Studierenden aus Nepal und Bangladesch ist in den vergangenen beiden Jahren deutlich gestiegen, sodass sie jetzt an dritter und vierter Stelle liegen. Erst danach kommt das zweite EU-Land nach Deutschland, nämlich Italien.

Sieht man sich die Einwanderungszahlen aus sämtlichen Ländern an, so kamen 71 Prozent der Menschen 2024 wegen einer Ausbildung oder einer Arbeit nach Dänemark. Der Anteil der Menschen, die Asyl erhalten haben, machte 2024 etwas mehr als 1 Prozent der Zugewanderten aus. Hinzu kommen die Menschen, die auf Grundlage des Ukraine-Sondergesetzes eine Aufenthaltsgenehmigung erhalten haben.

Mehr über den Zuzug von Deutschen in Dänemark findet man in diesem Artikel:Zuzug von Deutschen nach Nordschleswig ist ungebrochen