Handball

Spitzenteam musste gegen SønderjyskE bis zum Ende zittern

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Lea Hansen erzielte sechs Tore für SønderjyskE.

Der Tabellenzweite Ikast Håndbold hatte gegen eine stark dezimierte SønderjyskE-Mannschaft Probleme und machte erst in der Schlussminute den Sack zu.

Zwei Feldspielerinnen und eine Torhüterin. Das war alles, was SønderjyskE auf der Ersatzbank hatte. Trainer und Betreuer waren auf der Bank in der Überzahl.

Mit dem letzten Aufgebot haben sich die SønderjyskE-Handballerinnen aber gegen den Tabellenzweiten Ikast Håndbold teuer verkauft. Vor 657 Zuschauerinnen und Zuschauern in Apenrade gab es am Ende die erwartete Niederlage, die aber mit 26:29 weitaus geringer ausfiel als man befürchten musste.

Enttäuschung und Stolz

„Ich stehe sogar da und bin ein wenig enttäuscht, dass wir die Chancen, die wir uns erspielt haben, nicht besser umgesetzt haben, aber die Enttäuschung geht schnell in Stolz über. Stolz, dass wir ohne sieben Spielerinnen solch eine Leistung hinlegen und solch ein enges Spiel gegen Ikast erzwingen können“, so SønderjyskE-Trainer Peter Nielsen zum „Nordschleswiger“.

Sarah Paulsen, Louise Ellebæk, June Bøttger, Ida Lagerbon, Pernille Johannsen, Line Uno und Filippa Nyman fehlten bei den Hellblauen, die aber geschickt das Tempo aus dem Spiel nahmen.

Die Gastgeberinnen legten einen glänzenden Start hin und führten nach zwölf Minuten mit 9:5, doch innerhalb von vier Minuten war der Vorsprung wieder hergeschenkt. Aus einem 9:10 wurde ein 13:13 zur Halbzeitpause. Bis zum 19:21 (45.) blieb SønderjyskE dran, doch vergebene Torchancen im Sieben gegen Sechs wurden in der zweiten Halbzeit fünfmal mit einem Wurf ins leere Tor bestraft.

Sieben gegen Sechs wurde teuer

„Wir haben Mitte der zweiten Halbzeit dann doch zu viele Fehler gemacht. Ich weiß nicht, ob wir zu lange am Sieben gegen Sechs festgehalten haben. Einerseits Ja, weil es teuer wurde, andererseits Nein, denn ich weiß nicht, ob wir die Kräfte gehabt hätten, bei unseren fehlenden Ressourcen ein Sechs gegen Sechs bis zum Ende durchzuhalten“, meint Peter Nielsen.

SønderjyskE lag 21:27 (54.) hinten, kam aber 90 Sekunden vor Schluss noch einmal auf 25:27 heran, doch in Unterzahl machte Ikast den Sack zu.

Melissa Petrén (8/4), Ida-Marie Dahl (6), Lea Hansen (6), Nicoline Olsen (3), Karine Dahlum (2) und Olivia Simonsen (1) erzielten die Tore für SønderjyskE.