Handball

SønderjyskE-Trainer: Punktgewinn ist glatter Diebstahl

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Ida-Marie Dahl setzt sich am Kreis durch.

Peter Nielsen sieht sein Team im Formtief. Es fehlen derzeit Biss, Intensität und schlichte technische Fähigkeiten. Nur mit Ach und Krach konnte eine Blamage gegen das Tabellenschlusslicht vermieden werden.

Ein Ausrutscher im Heimspiel gegen den Tabellenletzten war nicht eingeplant, dennoch gingen die SønderjyskE-Handballerinnen nach dramatischen Schlusssekunden mit dem Gefühl eines Punktgewinnes vom Spielfeld.

„Das war glatter Diebstahl, ein gut ausgeführter Diebstahl“, sagt SønderjyskE-Trainer Peter Nielsen zum „Nordschleswiger“.

Die Hellblauen waren lange Zeit komplett von der Rolle und schienen sich im Heimspiel gegen Skanderborg Håndbold bis auf die Knochen zu blamieren, doch nach einer spektakulären Aufholjagd wurde wenigstens noch der eine Punkt gerettet.

Lea Hansen erzielte acht Sekunden vor Schluss den Ausgleich.

„Wir sind in der ersten Halbzeit an die Wand gespielt worden. Das war verdammt schlecht. Wir sind nicht gut genug, um 55 Minuten lang abwarten zu können und dann in den letzten fünf Minuten zuzuschlagen“, ärgert sich Peter Nielsen.

Der Tabellensiebte legte gegen das abstiegsbedrohte Schlusslicht einen fürchterlichen Start hin und lag nach 25 Minuten mit 5:13 hinten.

Die Hellblauen spielten in der Folge nicht viel besser, bekamen aber neue Hoffnung, als sie mit den letzten drei Toren der ersten Halbzeit von 8:16 auf 11:16 und in der 40. Minute auf 18:21 verkürzten.

Stine Broløs verhinderte eine Minute vor Schluss mit einem parierten Strafwurf einen Zwei-Tore-Rückstand.

Die SønderjyskE-Mannschaft machte aber weiter zu viele Fehler und lag neun Minuten vor Schluss von mit 21:25 hinten. Skanderborg hatte einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf vor Augen, bekam aber das große Nervenflattern und erzielte kein Tor mehr.

SønderjyskE-Torhüterin Stine Broløs parierte in den letzten vier Minuten u.a. zwei Strafwürfe, den letzten eine Minute vor Schluss.

So konnte Lea Hansen acht Sekunden vor Spielende doch noch den 25:25-Ausgleich erzielen.

Josefine Dragenberg trifft vom Kreis.

Olivia Simonsen (6), Ida-Marie Dahl (5), Melissa Petrén (4), Lea Hansen (4), June Bøttger (2), Karine Dahlum (1), Nicoline Olsen (1), Josefine Dragenberg (1) und Sarah Paulsen (1) erzielten die Tore für SønderjyskE.

Für die Hellblauen war es das zweite Unentschieden in Folge, die zweite verpasste Chance, gegen eine Mannschaft aus der unteren Tabellenhälfte weiter nach oben zu klettern.

Eine Verbesserung des siebten Tabellenplatzes sieht schwierig aus. Es warten an den letzten vier Spieltagen der regulären Saison noch die Spitzenteams Team Esbjerg (A) und Ikast Håndbold (H) sowie die Kellerkinder Bjerringbro FH (A) und EH Aalborg (A).

Skanderborg hatte SønderjyskE lange im Griff.

„Wir sind derzeit technisch leider nicht sonderlich tüchtig. Generell sind wir derzeit nicht sonderlich gut. Es fehlen ein wenig der Biss und die Intensität“, meint Peter Nielsen, der auch schlichte technische Fähigkeiten vermisst.

„Bälle werfen und fangen bereiten uns momentan auch zu oft Probleme“, so der SønderjyskE-Trainer.