Verteidigungspolitik

Bewaffnete US-Wachen werden auf Skrydstrup zugelassen

Veröffentlicht Geändert
Demnächst werden US-Truppen in Skrydstrup stationiert (Archivfoto).

Das Folketing berät derzeit eine Absprache, die den USA gestattet, Truppen an den dänischen Luftwaffenstützpunkten zu stationieren. Das erlaubt privaten Sicherheitsfirmen, ihr Personal Waffen tragen zu lassen.

Bewaffnetes Personal von privaten US-Sicherheitsfirmen kann demnächst am Fliegerhorst Skrydstrup auftauchen. Das schreibt „Jyllands-Posten“.

Derzeit berät das Folketing eine neue Verteidigungsabsprache zwischen den USA und Dänemark. Sie soll es den Vereinigten Staaten ermöglichen, Truppen an den Luftwaffenstützpunkten in Skrydstrup, Karup und Aalborg zu stationieren.

US-Streitkräfte setzen private Sicherheitsfirmen ein

Das Verteidigungsministerium bestätigt gegenüber „Jyllands-Posten“, dass die Absprache bedeutet, dass auch Zulieferer der US-Militärs an den Fliegerhorsten Waffen tragen dürfen. Dies umfasst auch private Sicherheitsfirmen.

„Die amerikanischen Streitkräfte nutzen in deutlich höherem Maße private Firmen, um militärische Aufgaben zu lösen, als das in Dänemark der Fall ist“, heißt es in einer schriftlichen Antwort des Verteidigungsministeriums an die Zeitung.

Die Absprache bedeutet auch, dass die US-Truppen Befugnisse nahe den Luftwaffenstützpunkten bekommen werden. Es ist unklar, was das genau bedeutet und ob das auch die privaten Sicherheitsfirmen umfasst.

Regierung hält trotz Spannungen an Absprache fest

Die Verteidigungsabsprache wurde in der Amtszeit von Ex-Präsident Joe Biden ausgehandelt. Seit Donald Trump das Amt übernommen hat, ist das Verhältnis zwischen Dänemark und den USA angespannter geworden. Die Ursache ist Trumps Plan, Grönland zu übernehmen.

Dennoch möchte die Regierung an der Absprache festhalten und hat dem Folketing am 28. März einen entsprechenden Gesetzesantrag vorgelegt.

Kurz vor der ersten Lesung zeigte eine Umfrage des Analyseinstituts „Voxmeter“, dass 41 Prozent der Bevölkerung an der Verteidigungsabsprache festhalten möchten. 33 Prozent sind dagegen und 27 Prozent unentschieden.