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NRV-Wanderrudern auf sommerlich glitzernder Wiedau

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Die Wiedau zeigte sich während der Wanderrudertour des NRV bei Sonnenschein und voller glitzernder Spiegelbilder.

In drei Booten wurde die Strecke von Hoyer nach Ruttebüll und zurück bei besten Wetterbedingungen zurückgelegt: Starenschwärme, Seeadler und Kiebitze leisteten den Teams Gesellschaft.

In diesem Jahr haben nur 16 Rudererinnen und Ruderer am traditionellen Wanderrudern des Nordschleswigschen Ruderverbandes (NRV) teilgenommen. Den Crews, die in drei Booten des gastgebenden Rudervereins Hoyer die insgesamt 18 Kilometer lange Strecke von Hoyerschleuse nach Ruttebüll (Rudbøl) und zurück bewältigten, wurde eine Rudertour bei besten Wetterbedingungen beschert.

Tour auf Nordschleswigs wasserreichstem Fließgewässer

Jürgen Jepsen, der im Namen des Vorstandes des RV Hoyer die Teams willkommen hieß, gab Hinweise zum Ablauf der Veranstaltung auf der außer von den Windverhältnissen und Strömung auch vom Tidenhub im Wattenmeer geprägten Wiedau.

Das wasserreichste Fließgewässer Nordschleswigs präsentierte sich im glitzernd auf der Wasserfläche spiegelnden Sonnenlicht von seiner besten Seite.

Jürgen Jepsen begrüßte die Teilnehmenden des NRV-Wanderruderns vor dem Bootshaus des Rudervereins Hoyer. Es waren auch NRV-Mitglieder aus Apenrade sowie Gäste aus Osnabrück und einige „Schlachtenbummler“ mit von der Partie.
Bei Nordermühle trafen die Boote nach einer ersten Ruderetappe von vier Kilometer Länge ein.

Fix ging es zum ersten Treffpunkt hinter der Wiedaubrücke des malerisch gelegenen Dorfes Nordermühle (Nørremølle), wo Vereinsmitglied Hans Jürgen Petersen die Boote und ihre Besatzungen mit einem Trompetensolo geradezu feierlich begrüßte.

In Nordermühle trafen sich die Boote während der Wanderruderfahrt vor der malerischen Kulisse des Wiedaudorfes.

Ruderstrecke inmitten der Marschennatur

Entlang der anschließend von breiten Schilfgürteln und Überschwemmungsflächen geprägten Tonderner Marsch mit Trupps von Bekassinen, einzelnen Flussseeschwalben und Enten als Begleitung ging es nach Ruttebüll.

Nachdem die Boote festgezurrt waren, ging es in den Ruttebüller Grenzkrug, wo Gastwirt Paul Wendicke persönlich ein leckeres Essen und Getränke servierte.

In Ruttebüll wurden die Boote am Anleger gut festgezurrt, denn bei geöffneten Schleusentüren an der Wiedaumündung strömte das Wasser lebhaft Richtung Wattenmeer.

Nach der willkommenen Stärkung ging es zurück nach Hoyer, wo zum Abschluss gemeinsam im Bootshaus des in diesem Jahr auf sein 100-jähriges Bestehen zurückblickenden einzigen deutschen Rudervereins an der Westküste Nordschleswigs das Wanderrudern mit einer Kaffeetafel ausklang.

Das Essen im Grenzkrug in Ruttebüll hatten sich die Bootsbesatzungen verdient. Sie waren bereits neun Kilometer stromaufwärts gerudert und konnten die Stärkung gut gebrauchen.