Dauerfrost

Winterwetter mit Schnee hält weiter an – Tiefsttemperatur lag bei -16,4 Grad

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Das Winterwetter setzt sich zunächst fort.
Das Winterwetter vom Wochenende setzt sich fort.

Das winterliche Wetter bleibt uns in den kommenden Tagen mit frostigen Temperaturen und weiteren Schneefällen erhalten. Dabei können zunehmender Wind und Schneefälle am Mittwoch für Probleme im Verkehr sorgen – vor allem in Südjütland und Nordschleswig.

„Man muss zwei Jahre zurückgehen, um einen ähnlich kalten Januarmorgen in Dänemark zu finden“, sagt Klimatologe Mikael Scharling vom Dänischen Meteorologischen Institut (DMI). Um 6 Uhr am Montagmorgen wurden in Roskilde –16,2 Grad gemessen – die bislang niedrigste Temperatur in diesem Winter hierzulande. Zuletzt wurden im Januar 2024 in Tylstrup nördlich von Aalborg –16,4 Grad registriert. Windstille, wolkenloser Himmel und eine Schneedecke begünstigen solch niedrige Temperaturen, so der Wetterexperte.

Rekord stammt aus dem Jahr 1982

So sank die Temperatur am Montagmorgen in Roskilde bei völliger Windstille innerhalb einer Stunde um fast 10 Grad. Allerdings ist es noch ein weiter Weg bis zum bisherigen Rekord für kalte Januarmorgen. Dieser wurde im Januar 1982 in Hørsted bei Thisted aufgestellt, wo eisige –31,2 Grad Frost gemessen wurden.

Zum Vergleich: In der Kommune Apenrade (Aabenraa) lag die Temperatur in der vergangenen Nacht laut DMI-Daten im Mittel bei –3,5 Grad. Auch in den kommenden Tagen liegen die Tiefsttemperaturen bei –1 bis –3 Grad. Kälter wird es am Wochenende (–6 bis –9 Grad). Tagsüber steigt das Quecksilber kaum über 0 Grad.

Winterwetter mit Schneefall hält bis Ende der Woche an

Ob der Rekord in diesem Jahr erreicht wird, ist ungewiss, aber laut DMI deutet alles darauf hin, dass das Winterwetter anhält. 

Anja Bodholdt, diensthabende Meteorologin beim DMI, sagt am Montagmorgen: „Wir haben ein Tiefdruckgebiet über der Nordsee, das sich langsam über Dänemark bewegt und eine Reihe von Schneeschauern aus südlicher Richtung über das Land schickt.“

Die ersten Schneeschauer sind am Montagmorgen bereits im südlichen Teil Dänemarks auf Land getroffen und können im Laufe des Tages ziemlich heftig werden. Davon betroffen sind vor allem Südjütland und später Ostjütland und Djursland.

Hier können zwischen 5 und 10 Zentimeter Schnee fallen, lokal bis zu 15 bis 20 Zentimeter. Schneeschauer ziehen auch in Richtung Seeland, und laut DMI können die Schauer hier „ziemlich heftig“ werden.

Die Nachttemperaturen können im Laufe der Woche auf minus 10 Grad Frost sinken, wie aus der Website des DMI hervorgeht.

Am Dienstag geht es mit Schneeschauern vor allem im Westen des Landes weiter. „Es sieht so aus, als würden diese vor allem im westlichen Teil des Landes auftreten und vielleicht nicht ganz so intensiv sein wie heute“, sagt Anja Bodholdt.

Am Mittwoch besteht laut DMI die Möglichkeit, dass „starker Schneefall in Verbindung mit heftigem Wind“ das Land trifft. Es kann zu Schneeverwehungen kommen. 

Am Donnerstag können die Menschen im Land einen etwas ruhigeren Tag mit vereinzelten Schneeschauern und der Möglichkeit, die Sonne zu sehen, erwarten. Es bleibt jedoch weiterhin kalt, mit Temperaturen zwischen einem Grad über null und drei Grad unter null.

Für Freitag sagen die Prognosen erneut weit verbreiteten Schneefall voraus, der zumindest den südlichen Teil des Landes erreichen wird. Es besteht noch etwas Unsicherheit darüber, wie weit sich der Schneefall über das Land ausbreiten wird, sagt Anja Bodholdt.

Da die Tagestemperaturen die ganze Woche über um den Gefrierpunkt liegen werden, wird der Schnee an den meisten Orten liegen bleiben. Es komme nicht oft vor, dass Dänemark so viele Tage hintereinander in Weiß gekleidet ist. Auch im vergangenen Jahr gab es einige Tage Schnee. 

Die Meteorologin weist gleichzeitig darauf hin, dass es die ganze Woche zu glatten Straßen kommen kann.