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Sønderjyske-Stürmer kann dänischen WM-Traum zerstören

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Lirim Qamili jubelt nach seinem Tor in der WM-Qualifikation gegen Liechtenstein.

Lirim Qamili und Nordmazedonien sind im WM-Playoff Dänemarks Gegner. Der Sohn mazedonischer Eltern ist in Dänemark geboren und aufgewachsen und hat nach eigener Aussage „ein Bein in jedem Lager“.

Der Stachel sitzt bei den dänischen Fußball-Fans weiterhin tief, nachdem die dänische Nationalmannschaft sich beim 2:2 gegen Belarus bis auf die Knochen blamierte und wenige Tage später mit der 2:4-Pleite im Last-Minute-Drama gegen Schottland die direkte Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2026 in den Sand setzte.

Lirim Qamili kann dafür sorgen, dass es noch schlimmer wird. Der Sønderjyske-Stürmer ist mit Nordmazedonien der Gegner im Playoff-Halbfinale im März im Kopenhagener „Parken“.

Zwei Herzen in einer Brust

„Ich muss das erst richtig kapieren, aber ich denke, dass es ein großes Erlebnis wird, wenn ich denn nominiert werde“, sagt Lirim Qamili zwischen den beiden Trainingseinheiten von Sønderjyske am Donnerstag zum „Nordschleswiger“.

Bei dem 27-Jährigen schlagen zwei Herzen in einer Brust.

„Ich bin in Dänemark geboren und aufgewachsen, meine Eltern kommen beide aus Mazedonien. Ich habe sozusagen ein Bein in jedem Lager“, so der Außenstürmer.

13 Länderspiele für Nordmazedonien

Anfang 2024 machte er sein Länderspiel-Debüt für Nordmazedonien. Seitdem hat er in 13 Länderspielen 2 Tore erzielt. Vor zwei Tagen absolvierte er die letzten 35 Minuten, als Nordmazedonien zum Abschluss der Gruppenphase in Cardiff gegen Wales mit 1:7 badenging.

„Das war nicht so gut, aber wir haben zuvor besser ausgesehen, nicht zuletzt beim 0:0 in Belgien oder beim 1:1 im Hinspiel gegen Wales“, meint Lirim Qamili.

Nordmazedonien belegte mit 13 Punkten den dritten Platz in der WM-Qualifikationsgruppe hinter Belgien (18) und Wales (16).

Viel Qualität bei Nordmazedonien

Wie die Chancen auf ein Erreichen des Playoff-Finales auswärts gegen den Sieger der Begegnung zwischen Tschechien und Irland stehen, will er nicht beurteilen.

„Dänemark hat ohne Zweifel eine richtig starke Mannschaft, aber es steckt auch viel Qualität in der Auswahl Nordmazedoniens. Es wird spannend, auch weil so viel auf dem Spiel steht“, so Lirim Qamili.

Sein Vater Agim Qamili betreibt in Gentofte eine Pizzeria, nur eine Handvoll Kilometer vom dänischen Nationalstadion entfernt.

„Ja, man kann schon sagen, dass ein Traum in Erfüllung geht, wenn ich ein Länderspiel im Parken machen darf. Das wird ein tolles Erlebnis“, meint der Sønderjyske-Stürmer.