Gesellschaft

Urnenbestattung im Wald: Das kosten die Plätze bei Kelstrup

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Ein Waldfriedhof hat sich in den vergangenen Jahren zu einer alternativen Bestattungsform entwickelt. Nun soll in der Kommune Hadersleben ein solcher bei Kelstrup entstehen (Symbolfoto).

Der geplante Urnenfriedhof im Kelstruper Wald nimmt konkrete Formen an: Das Kommunalparlament hat die Gebühren festgelegt. Nun fehlt nur noch die Zustimmung des Kirchenministeriums.

Das Kommunalparlament hat in der jüngsten Sitzung grünes Licht für die Gebühren eines Urnenfriedhofs im Kelstruper Wald gegeben, nachdem das Haderslebener Gremium im August den Weg für diesen geebnet hatte. Die Preise lauten:

  • Einzelplatz: 7.200 Kronen
  • Doppelplatz: 14.400 Kronen
  • Familienbäume: 21.600 bzw. 28.800 Kronen

Bevor die Urnenplätze verkauft werden können, muss das Kirchenministerium der Errichtung des Urnenfriedhofs im Kelstruper Wald noch zustimmen. Jannik Ahlefeld-Laurvig, Direktor von Skovbegravelse, rechnet mit einer Bearbeitungszeit, die zwischen drei und neun Monaten liegt. „Wenn alles gut geht, können wir zum Sommer hin beginnen“, so Ahlefeld-Laurvig. 

Waldfriedhöfe beliebte Alternative

Seinen Worten nach wird die alternative Bestattung in einem Wald beliebter. Es ist die Schlichtheit, die die Menschen anzieht. „Blumen sind nicht erlaubt, eine Grabpflege gibt es auch nicht. Das weniger Verpflichtende zusammen mit der Ruhe, die ein Wald ausstrahlt, mache Waldfriedhöfe zu einer Alternative, so Jannik Ahlefeld-Laurvig, dessen Firma die Ruhestätte betreiben wird. 

Waldbesitzer Martin Riggelsen hatte ursprünglich geplant, den Waldfriedhof in der Nähe des Wassers bei Kelstrup Klint zu errichten, entschloss sich aber der Zeitung „JydskeVestkysten“ zufolge nach Einwänden von Anwohnenden, ein anderes Waldstück in seinem Besitz vorzuschlagen. Einwände betrafen am Küstenstandort Themen wie Jagdrecht und Wegenutzung. 

Ein Nachbar wies auf den Umstand hin, dass es in einem Sommerhaus auch vergnüglich zugehen könne. Dies könnte zu unpassenden Situationen führen, wenn nur wenige Meter weiter Trauernde ihre Verstorbenen besuchen oder zur letzten Ruhe betten. 

Die Kommune wird laut Sitzungsbericht nicht mit Ausgaben belastet. Jannik Ahlefeld-Laurvig rechnet damit, dass 3.000 bis 4.000 Urnen in dem Waldstück bei Kelstrup beigesetzt werden können.