Handball

Sønderjyske HH ging die Puste aus

Veröffentlicht Geändert

Der dänische Vizemeister zog in der Schlussphase davon, doch die Niederlage gegen Skjern ändert nichts am Eindruck, dass in dieser Saison mit den Hellblauen zu rechnen ist.

Die Handballer von Sønderjyske HH haben den ersten Dämpfer der neuen Saison hinnehmen müssen. Nach dem glatten Auftaktsieg vor einer Woche gegen Ribe-Esbjerg HH haben die Hellblauen vor 1.785 Zuschauerinnen und Zuschauern im „Skansen“ gegen den dänischen Vizemeister Skjern Håndbold mit 27:32 verloren.

„Ich stehe mit einer enormen Enttäuschung da. Ich ärgere mich, denn wir haben gegen uns selbst verloren. Wir haben am Ende zu viele Fehler gemacht, und die wurden teuer – das ist frustrierend“, so Sønderjyske-Trainer Rasmus Glad Vandbæk zum „Nordschleswiger“.

Vier technische Fehler in Folge

Die Gastgeber spielten über fast die gesamte Spieldauer mit dem dänischen Vizemeister auf Augenhöhe, doch am Ende fehlte die Kraft. Vier technische Fehler hintereinander in der entscheidenden Phase bedeuteten die Vorentscheidung. Aus einem 25:26 (52.) wurde ein 25:29 (56.), auch weil zwei Ballverluste beim Sieben-gegen-Sechs mit Würfen ins leere Tor bestraft wurden.

„Wir sind in dieser Saison eigentlich keine Sieben-gegen-Sechs-Mannschaft, aber ich hatte das Gefühl, dass ich das Spielgeschehen ändern musste. Das wurde heute teuer“, meint der Trainer.

Die Niederlage gegen Skjern ändert nichts am Eindruck, dass in dieser Saison mit den Hellblauen zu rechnen ist. Ein ernsthafter Endrunden-Kandidat.

Ein Manko ist aber, dass die Mannschaft bei Ausfällen anfällig ist. Gabriel Setterblom muss eine Zwangspause einlegen, und somit fehlt der einzige Linkshänder im Rückraum.

Tilsted wieder herausragend

Rechtshänder Jesper Konradsson machte aber auf der ungewohnten rechten Rückraumseite eine gute Figur. Der 31-jährige Schwede, der vor seinem Frankreich-Abenteuer von 2017 bis 2022 in Skjern spielte, sammelte gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber Pluspunkte.

Der herausragende Spieler ist Frederik Tilsted, der jetzt schon in die großen Fußstapfen des in die Bundesliga abgewanderten Nicolaj Jørgensen getreten ist. Auch das Torwartduo von Sønderjyske konnte sich auch im Laufe der Partie steigern.

Unterm Strich waren die Gastgeber viel näher an einem Punktgewinn dran, als das Endergebnis andeutet. In dieser Sønderjyske-Mannschaft steckt Potenzial.

Frederik Tilsted (11/4), Jesper Konradsson (5), Magnus Fredriksen (4), Ebbe Skankiewicz (3), Jacob Bagersted (2), Tobias Gregers Schmidt (1) und Viktor Bergholt (1/1) erzielten die Tore für Sønderjyske HH.