Handball

Das Wunder blieb aus: Sønderjyske HH verpasst die Endrunde

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Sønderjyske HH bot Aalborg einen harten Kampf.

Schützenhilfe gab es keine und Aalborg Håndbold war trotz einer starken Leistung nicht zu knacken. Der Champions-League-Finalist hat Sønderjyske HH in die Abstiegsrunde geschickt.

Die Handballer von Sønderjyske HH haben zum vierten Mal in Folge die angepeilte Meisterschafts-Endrunde verpasst und müssen in der Abstiegsrunde das Abrutschen in die Relegationsspiele gegen einen Erstdivisionär vermeiden.

Die Chancen waren ohnehin gering und bereits früh verschwunden. Schützenhilfe blieb aus. Skjern und TTH Holstebro hatten bereits vor dem Ende des Heimspiels gegen Aalborg Håndbold die letzten beiden Endrunden-Tickets gebucht und eine starke Leistung reichte nicht, um Tabellenführer Aalborg Håndbold zu knacken. Der Champions-League-Finalist der vergangenen Saison geriet in der zweiten Halbzeit in Bedrängnis, setzte sich am Ende aber mit 31:27 durch.

Das Endrunden-Ticket ist aber nicht gegen Aalborg verschenkt worden, sondern viel eher in den „Endspielen“ gegen TTH Holstebro und Skjern oder in den vielen engen Schlussphasen, die meist zugunsten des Gegners gekippt sind.

Magnus Fredriksen scheiterte zu oft an Niklas Landin.

„Wir haben zu viele Punkte liegen gelassen, mehr als ich gedacht und erhofft hatte. Besonders nach Weihnachten haben wir zu wenige Spiele gewonnen. Ich hatte geglaubt, dass wir die Endrunde packen können, und bin verdammt enttäuscht. Wir müssen jetzt analysieren, wo wir es vergeben haben. Es hat die Abgeklärtheit gefehlt und auch die beiden Finals gegen TTH und Skjern wurden verloren – es ist auf jeden Fall ausschließlich unsere eigene Schuld“, sagt Sportmanager Thomas Mogensen zum „Nordschleswiger“.

Die Enttäuschung muss aber schnell abgehakt werden, denn bald geht es in der Abstiegsrunde ums Überleben.

„Mit ein paar schlechten Leistungen rutschen wir blitzschnell dorthin, wo keiner sein will. Wir müssen das jetzt ernst nehmen, denn egal wie viele Punkte Vorsprung wir bislang nach unten hatten, jetzt sind es nur noch zwei Punkte“, so Thomas Mogensen.

Gabriel Setterblom versucht sich gegen die Aalborg-Deckung durchzusetzen.

Sønderjyske HH begeisterte im letzten Heimspiel der regulären Saison noch einmal sein Publikum mit einer mächtigen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit.

Aalborg Håndbold schien lange Zeit alles im Griff zu haben und baute seine 16:12-Pausenführung zu Beginn der zweiten Halbzeit auf 20:12 aus.

Sønderjyske HH steckte aber nicht auf und kam in der 49. Minute auf 23:24 heran. Die Aufholjagd riss das Publikum im ausverkauften „Skansen“ von den Sitzen. Die Entscheidung fiel erst in der vorletzten Minute, als sich die Gastgeber bei einem 27:29-Rückstand einen folgenschweren Ballverlust leisteten.

Nicolaj Jørgensen (12/8), Sebastian Augustinussen (3), Gabriel Setterblom (3), Ebbe Stankiewicz (2), Nikolaj Svalastog (2), Lucas Rehfus (1), Magnus Fredriksen (1), August Wiger (1), Tobias Gregers Schmidt (1) und Jacob Bagersted (1) erzielten die Tore für die Gastgeber.

Nicolaj Jørgensen verwandelte alle acht Siebenmeter, hier mit einem Heber gegen Niklas Landin.

Sønderjyske HH kann am letzten Spieltag Rekordmeister KIF Kolding in die Zweitklassigkeit schicken, spielt selbst aber nur noch um Platz neun oder zehn. Die Hellblauen sind im direkten Vergleich mit Nordsjælland um ein Tor besser und können nicht auf Rang elf abrutschen.

Somit geht Sønderjyske HH mit zwei Bonuspunkten in die Abstiegsrunde. Gegner sind hier TMS Ringsted, Nordsjælland, Ribe-Esbjerg sowie Grindsted/KIF Kolding