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Einbruchszeit: So können Bürgerinnen und Bürger der Polizei helfen

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Gerade in der Weihnachtszeit sind Einbruchsdiebstähle an der Tagesordnung.

Wer etwas Verdächtiges in seiner Nachbarschaft beobachtet, der sollte nicht zögern und seine Erlebnisse möglichst detailliert der Polizei schildern. So können die Beamtinnen und Beamten möglicherweise Einbrüche in der dunklen Jahreszeit verhindern.

Ein Transporter fährt immer wieder dieselbe Straße entlang, zwei Männer stehen zu verschiedenen Tageszeiten an einer Straßenecke und blicken auf das Haus der Nachbarin: Bürgerinnen und Bürger, denen das merkwürdig vorkommt, können ihre Beobachtungen jetzt der Polizei unter der Rufnummer 114 melden und in akuten Fällen auch die 112 anrufen.

Mit der Aktion möchten die Gesetzeshüterinnen und -hüter möglichst viele Einbrüche in der dunklen Jahreszeit verhindern. Die Polizei für Südjütland und Nordschleswig hat intern gleich mehrere Initiativen angestoßen und ist trotzdem auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen.

Erste Hilfe für die Nachbarschaft

„Die Augen der Bürgerinnen und Bürger sind überall. Das ist die größte Hilfe, die wir bekommen können, wenn uns die Menschen anrufen, sobald sie etwas sehen oder erleben, das ihnen merkwürdig vorkommt. Man kann es mit einem Autounfall vergleichen, den man im Vorbeifahren sieht. Hier ruft man auch die 112. Das ist Erste Hilfe in dieser Situation. Sieht man hingegen etwas Merkwürdiges, so ist es Erste Hilfe der Nachbarin oder anderer Bürger, die Polizei anzurufen“, wird Vizepolizeiinspektor Steen Risbjerg, der auch Leiter der Wachzentrale und des Servicecenters bei der Polizei für Süddänemark und Nordschleswig ist, in einer Pressemitteilung zitiert.

Bürgerinnen und Bürger sollen auf Details achten

Steen Risbjerg
Steen Risbjerg

Risbjerg gibt auch gleich Beispiele. Es könnte eine Person sein, die Blickkontakt vermeidet und deutlich signalisiert, dass sie nicht gesehen werden möchte. Es könnte ein Fahrzeug in der Gegend sein, das normalerweise nicht dort ist. Zeit ist in diesem Fall ein entscheidender Faktor für die Polizei, wenn etwas Verdächtiges beobachtet wird. Ein ganz aktueller Anruf einer Bürgerin oder eines Bürgers kann beispielsweise helfen, eine möglicherweise kriminelle Person schneller zu finden. „Wir haben verschiedene Möglichkeiten, entweder dort hinzufahren oder auf andere Weise nachzuforschen“, so Steen Risbjerg.

Wer etwa mit dem Hund unterwegs ist und etwas beobachtet, der solle gleich 114 rufen – noch bevor man mit anderen darüber spricht. Beim Anruf solle man sich zudem an möglichst viele Details erinnern. Gibt es die Möglichkeit, so ist ein Bild von der Person, des Fahrzeugs oder Nummernschilds hilfreich. Auch in welche Richtung eine Person oder ein Fahrzeug sich bewegt oder ob es Auffälligkeiten gibt, sollte mitgeteilt werden. „Vielleicht fehlt an dem Fahrzeug eine Radkappe, es gibt einen markanten Aufkleber, oder die Person hat besondere Merkmale beim Gehen“, so Risbjerg.

Auch intern verstärkt die Polizei ihre Abteilungen

Die Polizei hat zudem Kräfte in verschiedenen Abteilungen im ganzen Bezirk mobilisiert, um Einbrüche im Dezember zu verhindern, der traditionell die Hochsaison für Einbrechende ist. Viele Kriminelle begehen mehr als einen Einbruch. Deshalb seien die Informationen der Bürgerinnen und Bürger so wichtig, um möglichst viele Taten zu verhindern.

Was kann ich selbst tun?

Doch was können und sollten Bürgerinnen und Bürger vor allem jetzt in der Weihnachtszeit tun und beachten, um bei der Heimkehr vom Familienfest oder aus dem Weihnachtsurlaub keine böse Überraschung zu erleben? Das sind die besten Tipps und Ratschläge der Polizei, des TrygFonden, von Falck und der Sicherheitsfirma Protect A/S.