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Thorsten Fries: „Sønderjyske ist der Klub, der mir am meisten bedeutet“

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Thorsten Fries kehrt nach sieben Jahren wieder zu Sønderjyske zurück.

Der Landesteil, die Sprache, der Klub, die Leute und die sportliche Perspektive: Für den 32-Jährigen aus Seth sind das alles gute Argumente für eine Rückkehr zu Sønderjyske.

Thorsten Fries wird zur kommenden Saison wieder ins Tor von Handballligist Sønderjyske HH zurückkehren, dort, wo er von 2016 bis 2019 schon einmal stand. Der 32-Jährige aus Seth (Sæd) hat in Sonderburg einen Dreijahresvertrag unterschrieben.

„Ich wusste schon bei meinem Abschied damals, dass ich irgendwann gerne zurückkehren möchte. Das habe ich damals schon gespürt, und das Gefühl ist nur noch stärker geworden. Sønderjyske ist der Klub, der mir am meisten bedeutet. Es hat aber bislang nicht gepasst, entweder war bei Sønderjyske nichts frei oder ich konnte nicht. Jetzt ist die Möglichkeit entstanden, und die habe ich genutzt“, sagt Thorsten Fries zum „Nordschleswiger“.

Nordschleswig ist Heimat

Der Torwart war nach den Jugendjahren bei der SG West, TM Tønder und hf Sønderborg/SønderjyskE nach Kolding gewechselt, wo er in der Saison 2011/12 für KIF Kolding København sein Liga-Debüt gab. Seitdem spielte er für Vejle Håndbold, Ricoh HK (Schweden), Sønderjyske, Elverum (Norwegen), Istres Provence Handball (Frankreich), Fredericia HK und KIF Kolding.

„Nordschleswig ist meine Heimat, und jetzt, wo ich älter geworden bin, spüre ich, dass solche Sachen wie der Landesteil, die Sprache, der Klub und die Leute hier mir sehr viel bedeuten. Ich war auch in den Jahren, in denen ich weg war, oft mit meinen Eltern in der Halle, wenn es in mein Programm gepasst hat“, sagt der 32-Jährige auf breitem „synnejysk“.

Thorsten Fries hat mit Elverum mehrmals in der Champions League gespielt, auch gegen den FC Barcelona.

Die sportliche Perspektive spielt aber auch eine gewichtige Rolle.

Ausstiegsklausel gezogen

„Es hat sich ziemlich viel verändert, seitdem ich damals weggegangen bin. Wir hatten damals auch eine gute Mannschaft, aber die Tendenz zeigt nach oben. Sogar klar nach oben. Das ist eine gute Mannschaft geworden“, meint Thorsten Fries, der die Saison beim dänischen Rekordmeister KIF Kolding zu Ende spielen wird.

Der Torwart hatte in Kolding einen Dreijahresvertrag unterschrieben, als KIF noch in der Liga stand, und hat nun eine Klausel in seinem Vertrag gezogen, die einen Ausstieg nach dem ersten Vertragsjahr ermöglicht.

„Bei KIF haben sie sich geärgert, aber sie haben Verständnis gezeigt, und wir haben eine Lösung gefunden. Darüber bin ich dankbar“, sagt der 32-Jährige, der in der vergangenen Saison als Fredericia-Torwart in die Allstar-Auswahl der Liga gewählt wurde.

Thorsten Fries spielt in der laufenden Saison bei KIF.

„Wir Torhüter müssen ja nicht so viel laufen und halten etwas länger. Ich habe das Gefühl, dass ich in meinem besten Torwart-Alter bin. Das sagt man zumindest immer, dass die besten Jahre eines Torwarts die mit Anfang 30 sind. Ich hoffe, dass ich das Niveau aus der vergangenen Saison mit Fredericia mit zu Sønderjyske nehmen kann“, so Thorsten Fries.