Kommentar

„So geht Kulturförderung: Jugend rockt die Sønderjyllandshalle“

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Leidenschaftlich, professionell und voller Energie: Beim Newcomer-Bandabend in der Sønderjyllandshalle zeigte der musikalische Nachwuchs aus dem Grenzland, was in ihm steckt. Ein Abend, der keinen Zweifel daran zulässt, dass mit Kulturkonsulent Uffe Iwersen die Kulturförderung in den richtigen Händen liegt. Das macht Lust auf die Zukunftsmusik des Grenzlands, findet Anna-Lena Holm.

An diesem Abend war in der Sønderjyllandshallen wirklich alles dabei: von sanft bis rockig, von funkig bis poppig. Und, wie schön zu sehen: Auch der Punk bekommt immer noch Nachwuchs.

Und was für einen! Was dem Publikum an diesem Abend geboten wurde, war beeindruckend. Für den Newcomer-Bandabend hatte BDN-Kulturkonsulent Uffe Iwersen jede Menge Talent aus dem gesamten Grenzland nach Apenrade geholt. Und jede einzelne Protagonistin und jeder einzelne Protagonist wusste die Bühne zu füllen und wirklich alles aus sich rauszuholen.

Was sich hinter dem Mikrofon, auf der Gitarre, dem Bass und hinter dem Schlagzeug abspielte, war alles andere als amateurhaft. Wäre die Bühne dunkel geblieben und die Gesichter nicht zu erkennen, hätte ich vollkommen ausgeschlossen, dass es sich um ca. 18-jährige Musikerinnen und Musiker handelt, die mit absoluter Lässigkeit ihre Leidenschaft auf so hohem Niveau ausüben.

Aber bitte: keine verdunkelten Bühnen! Was für eine doofe Idee – jedenfalls in diesem Fall. Denn Gestik, Mimik und die totale Hingabe der Jugendlichen, die sich in ihrem Element wohlfühlen, sollten niemandem vorenthalten werden. Ihre Ausdrücke sind so ehrlich, so gut, so neu und wirken gleichzeitig so erfahren wie jene alter Hasen.

Und das kam an. Das vornehmlich junge Publikum war begeistert, ließ sich mitreißen, tanzte, klatschte und gab sich ganz der Stimmung hin – der eine verhalten, der andere ausgelassen, je nach Charakter. Kurzum: Ein Traumpublikum, das mitgearbeitet und sicherlich sein Teil dazu beigetragen hat, dass das Publikum die Musikliebe der Bands so richtig zu spüren bekam.

An dieser Stelle ist also ein großes Dankeschön an Uffe Iwersen angebracht, der solche Angebote realisiert und mit dieser Veranstaltung einmal mehr bewiesen hat, dass ihm die Kulturförderung am Herzen liegt.