Leserbrief

„Hilfe für belastete Fernwärmekundinnen und -kunden“

Veröffentlicht Geändert
Das Fernwärmenetz in Norburg ist im Laufe der Jahre gewachsen – und die Verbraucherkosten sind es ebenfalls.

Viele Familien auf Nordalsen kämpfen mit drastisch gestiegenen Fernwärmekosten. Die Schleswigsche Partei in Sonderburg schlägt deshalb einen lokalen Wärmepool als Sicherheitsnetz für besonders belastete Bürgerinnen und Bürger vor und sucht den Dialog über mögliche Hilfen.

Viele Familien auf Nordalsen erleben derzeit, dass die Fernwärmerechnung schneller steigt, als es ihre finanzielle Situation erlaubt. Manche stehen so unter Druck, dass sie fürchten müssen, Haus und Heim zu verlieren. Als Kommune können wir dem nicht einfach zusehen. Die Schleswigsche Partei schlägt daher vor, einen lokalen Wärmepool einzurichten – ein Sicherheitsnetz für die am stärksten Betroffenen.

Die Idee ist, zu prüfen, wie wir im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten eine Hilfsmöglichkeit schaffen können, damit niemand aufgrund steigender Preise in der Kälte stehen bleibt.

Wir können uns von anderen Kommunen inspirieren lassen. In Odense und Kopenhagen unterstützen Sozialberaterinnen und Sozialberater bereits Bürgerinnen und Bürger mit Ratenzahlungen und Zahlungsaufschub. Frederikshavn hat in Zusammenarbeit mit Stiftungen und lokalen Akteuren einen Energiefonds eingerichtet, und in Hedensted haben sich Freiwillige und kirchliche Organisationen zusammengeschlossen, um Hilfe zu leisten. Sie zeigen, dass es möglich ist, kommunale Verantwortung mit lokaler Unterstützung zu verbinden.

Für uns in der Schleswigschen Partei geht es sowohl darum, die am stärksten betroffenen Bürgerinnen und Bürger zu schützen, als auch den Vorstand von SONFOR in seiner Arbeit zu unterstützen, die Heizkosten auf ein angemesseneres Niveau zu senken. Wir suchen das Gespräch mit Verwaltung und politischen Kolleginnen und Kollegen über die Möglichkeiten einer lokalen Lösung. Soziale Sicherheit, offener Dialog und faire Preise müssen die Schlüsselworte sein. Das schulden wir den vielen Familien, die sich seinerzeit für die Fernwärme entschieden haben – und die heute mit viel zu hohen Rechnungen belastet sind.

Kirsten Bachmann, Fraktionsvorsitzende und Bürgermeisterkandidatin der Schleswigschen Partei in Sonderburg (Sønderborg)

Die in diesem Leserbeitrag vorgebrachten Inhalte wurden nicht von der Redaktion auf ihre Richtigkeit überprüft. Sie spiegeln die Meinung der Autorin oder des Autors wider und repräsentieren nicht die Haltung des „Nordschleswigers“.