Leserbrief

„Stellungnahme des DSSV zum Leserbrief von Kindergarten und Schule Rapstedt“

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Antwort von Kerstin Jürgensen, kommissarische Hauptvorsitzende des Deutschen Schul- und Sprachvereins (DSSV), und DSSV-Geschäftsführer Uwe Jessen, auf einen Leserbrief der Elternschaft des Kindergartens und des Schulvorstandes Rapstedt.

Wir danken dem Schulvorstand und der Elternvertretung des Kindergartens in Rapstedt für den engagierten Leserbrief. Er macht deutlich, wie schwer die Situation für viele Betroffene ist. Auch für uns im DSSV ist die Schließung von Kindergarten und Schule ein schmerzlicher Schritt – denn damit geht immer auch ein Stück lokaler Identität und gelebter Minderheitenkultur verloren. 

Wir möchten ausdrücklich anerkennen, mit welchem Einsatz in Rapstedt ein Zukunftskonzept erarbeitet wurde. Es knüpfte an frühere starke, lokale Initiativen an und zeigte großes Engagement für den Standort. 

Gleichzeitig müssen wir realistisch festhalten, dass die demografischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht mehr tragfähig sind: sehr niedrige Kinderzahlen und geringe Prognosen, die auf Dauer von der Gesamtorganisation nicht mehr zu tragen waren. 

Aus Verantwortung für die Stabilität des gesamten deutschen Schul- und Kindergartenwesens in Nordschleswig haben DSSV und BDN nach gründlicher Prüfung deshalb die Schließung empfohlen. Diese Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen.

Wir wissen, dass dies für die Minderheit in Rapstedt eine belastende Veränderung ist. Daher werden wir den Übergang eng begleiten und unterstützen, wo es möglich und notwendig ist. Gleichzeitig bleibt uns wichtig, dass kulturelles und lokales Engagement in Rapstedt weiterhin seinen Platz hat.

Kerstin Jürgensen, kommissarische Hauptvorsitzende des DSSV und
Uwe Jessen, Geschäftsführer DSSV

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