Meinung

„Minimums Normierungen müssen dort gelten, wo die Kinder sind“

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Jan Breitenkamp Hansen
Jan Breitenkamp Hansen

Seit Anfang 2024 gelten in Dänemark gesetzliche Minimums Normierungen in den Kindergärten. Das sei ein wichtiger Schritt – für das Wohl der Kinder, für bessere Arbeitsbedingungen des Personals und für das Vertrauen der Eltern. Die Meinung von Jan Breitenkamp Hansen von der SP.

 

Seit Anfang 2024 gelten in Dänemark gesetzliche Minimums Normierungen in den Kindergärten. Das ist ein wichtiger Schritt – für das Wohl der Kinder, für bessere Arbeitsbedingungen des Personals und für das Vertrauen der Eltern.

Doch laut dem jüngsten Bericht der Gewerkschaft BUPL erfüllt die Kommune Apenrade die Minimums Normierungen im Krippenbereich nicht. Das ist nicht gut genug. Und selbst wenn die Kommune insgesamt die gesetzlichen Quoten erreicht – auf Kommune-Niveau allein ist das nicht ausreichend.

Die Qualität des Alltags entscheidet sich in der einzelnen Einrichtung. Hier erleben Kinder, Pädagoginnen, Pädagogen und Eltern jeden Tag, ob genügend Personal vorhanden ist. Und genau hier bestehen große Unterschiede. Zwei Institutionen können sehr verschiedene Bedingungen haben – obwohl die Kommune im Durchschnitt die Vorgaben erfüllt. Das schafft Ungleichheit und schwächt die Chancengleichheit der Kinder in der Apenrader Kommune.

Deshalb fordere ich:

• Transparente Zahlen zu den Personalquoten auf Einrichtungsebene

• Regelmäßige lokale Gespräche mit den Leitungen, damit die Mittel dem realen Bedarf folgen

• Einbeziehung von Elternbeiräten und Mitarbeitenden, um den Alltag realistisch abzubilden

Minimums Normierungen dürfen kein bürokratisches Ziel sein. Sie müssen eine Garantie für Qualität dort sein, wo die Kinder sind – jeden Tag, in jeder Einrichtung.

Jan Breitenkamp Hansen 
Lindedal 4, Apenrade 
Kandidat der Schleswigschen Partei bei der Kommunalwahl 2025

 

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