Leserbrief

„Die Verantwortung liegt vor Ort“

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Der Vorsitzende des Apenrader Ortsvereins des Bundes Deutscher Nordschleswiger reagiert auf die Vorwürfe, nicht kooperativ zu sein und dem Dachverband Mitgliederdaten vorzuenthalten.

Auf nordschleswiger.dk war am 1. Februar in einem Leitartikel samt einem weiteren Artikel zu lesen, dass es BDN-Ortsvereine gibt, die sich der Zusammenarbeit mit ihrem BDN-Dachverband verwehren. Sie würden die Kontaktdaten ihrer Mitglieder nicht weitergeben wollen und somit eine effektive und direkte Kommunikation seitens des BDN in übergeordneten Anliegen an die Mitglieder der BDN-Ortsvereine verhindern.

Diejenigen säumigen Ortsvereine würden sich fehlender Solidarität, fehlender Dialogbereitschaft und fehlender Kooperationsbereitschaft schuldig machen. Sie würden nicht verstehen, dass sie Teil von etwas Größerem sind. Exemplarisch hierfür wurde im Artikel der BDN-Ortsverein Apenrade hervorgehoben.

Dies möchten wir zum Anlass nehmen, unsere ehrenamtliche Arbeitsweise darzulegen.

Der BDN-Ortsverein Apenrade besteht aus einem siebenköpfigen Vorstand, der gemäß der übergeordneten Satzung des Bundes Deutscher Nordschleswiger, der vereinseigenen Satzung und der Richtlinien der Personendatenverordnung handelt. Der Vorstand setzt sich übers Jahr verteilt regelmäßig zusammen, um seine Arbeit zu organisieren und die Aufgaben zu verteilen, um für seine rund 450 Mitglieder in Apenrade und Umgebung Veranstaltungen zu planen und umzusetzen, Informationsmaterial auszuarbeiten, Mitgliederwerbung zu bewerkstelligen, die Mitgliedskartei à jour zu halten und die Kommunikation an die Mitglieder in die Wege zu leiten. Dazu gehört unter anderem das Verschicken des jährlichen Zahlungsaufrufs für den Mitgliedsbeitrag, der Einladungen zu Veranstaltungen sowie zu Veranstaltungen anderer BDN-Ortsvereine und Bezirke.

Zur Kommunikation an unsere Mitglieder gehört selbstverständlich auch das Verschicken von Veranstaltungshinweisen, die uns aus dem Deutschen Generalsekretariat mit der Bitte um Weiterleitung erreichen. Sei es eine Einladung zu Angeboten des BDN-Kulturausschusses, zur BDN-Neujahrstagung, zum Deutschen Tag samt Rahmenprogramm, der Hinweis auf Vorteile einer BDN-Mitgliedschaft wie etwa vergünstigte Preise in ausgewählten Firmen oder die Aufforderung, sich bei der Europeada als Helfer zur Verfügung zu stellen.

All dies geht an unsere Mitglieder. Nicht nur, weil wir darum gebeten worden sind, sondern vor allem, weil wir uns der Minderheit gegenüber verpflichtet fühlen, weil wir um die Wichtigkeit einer BDN-Mitgliedschaft wissen, weil wir uns als Teil von etwas Größerem verstehen und damit zur Solidargemeinschaft Minderheit beitragen.

Dass man sich für getane Arbeit, sprich für weitergeleitete Einladungen, eine Bestätigung im Generalsekretariat wünscht, haben wir erst jetzt durch den Artikel erfahren. Selbstverständlich werden wir fortan auch dem gerne nachkommen.

Auch weiterhin werden wir kontinuierlich, effektiv und direkt an unsere Mitglieder des Ortsvereins Apenrade kommunizieren. Ob mit unseren eigenen Benachrichtigungen, ob mit denen anderer Vereine unserer Minderheit oder mit den Mitteilungen aus dem Deutschen Generalsekretariat. Dafür tragen wir als Vorstand des Ortsvereins Apenrade die Verantwortung. Über diese Verantwortung sind wir uns vollends im Klaren.

Im Namen des Vorstandes des BDN-Ortsvereins Apenrade

Hans Thomas Lorenzen,
1. Vorsitzender,
Tøndervej 181,
Apenrade

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