Leserbrief

„Brücken bauen statt Grenzen ziehen – gelebte Willkommenskultur in Holebüll/Holbøl“

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Brücken statt Grenzen: Peter Asmussen unterstützt in seinem Leserbrief die Haltung seines Parteikollegen Leif Curdes und zeigt am Beispiel des Sprachcafés in Holebüll (Holbøl), wie gelebte Integration funktioniert – offen, respektvoll und auf Augenhöhe.

Ich möchte Leif ausdrücklich beipflichten: Minderheitenpolitik bedeutet, Brücken zu bauen und nicht Grenzen zu ziehen. Diese Haltung ist entscheidend für das Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft. Ein Beispiel dafür ist die Sprachcafé-Initiative in Holebüll (Holbøl), die vom Lokalråd (Ortsrat Holbøl) ins Leben gerufen wurde.

Hier treffen sich Einheimische und Zugezogene, um Dänisch zu üben, sich auszutauschen und voneinander zu lernen. Das ist Willkommenskultur in der Praxis: offen, respektvoll und gegenseitig bereichernd. Integration wird dabei nicht als einseitiger Prozess verstanden, sondern als Dialog. Wer Sprache lernt, erwirbt nicht nur Worte, sondern auch Zugang zu Gemeinschaft, Kultur und Mitgestaltung.

Ich engagiere mich als Vertreter der deutschen Minderheit und als Kandidat der Schleswigschen Partei ehrenamtlich in dieser Initiative. Für mich ist das Sprachcafé ein lebendiges Beispiel, wie Zusammenleben gelingt – durch Begegnung, gegenseitiges Interesse und Vertrauen.

In einer Zeit, in der Grenzen – reale wie mentale – wieder wichtiger zu werden scheinen, senden solche Projekte ein starkes Signal: Wir wollen zusammenleben, nicht nebeneinander.

Holebüll/Holbøl zeigt im Kleinen, was im Großen zählt: Eine lebendige Minderheitenpolitik wächst von unten, aus Engagement und Offenheit.

Mit freundlichen Grüßen


Peter Asmussen
Kandidat der Slesvigsk Parti (SP) für die Kommunalwahl 2025 in der Kommune Aabenraa/Apenrade

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