Natur & Umwelt

Rettung der Förde: 2,3 Millionen fließen nach Hadersleben

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Dank der Förderung könne das Projekt forciert werden, sagt Bürgermeister Mads Skau, Venstre (Archivbild).

Die Haderslebener Förde erhält 2,3 Millionen Kronen von der neuen Fjordstiftung. Bürgermeister Mads Skau freut sich über den unerwarteten Geldsegen für Förde und Damm: Dieser kommt keinen Tag zu früh.

Die Fjordstiftung hat erstmals Gelder zur Renaturierung dänischer Förden vergeben – und die Förde in Hadersleben ist eine davon. Insgesamt 10 Millionen Kronen gehen an fünf Fjorde in Dänemark – 2,3 Millionen „fließen“ in Haderslebens Förde und Damm.

Seit 2023 arbeitet die Kommune Hadersleben mit dem Versorgungsunternehmen Provas, der Landwirtschaftsorganisation Spiras, dem Anglerverband „Sønderjysk Sportsfiskerforening“ und dem dänischen Naturschutzbund zusammen.

Ziel ist es, die ökologische Qualität in Förde und Damm deutlich zu verbessern.

„Es ist gar nicht gut um die dänischen Förden bestellt. Unsere ist leider keine Ausnahme“, sagt Bürgermeister Mads Skau (Venstre).

Gemeinsam für bessere Wasserqualität

Auch der Haderslebener Damm profitiert von dem Projekt.

Aktuell analysieren Forschende von „SEGES Innovation“ und der Universität Aarhus die Ursachen des Sauerstoffmangels in der Haderslebener Förde.

„SEGES Innovation“ ist ein unabhängiges Forschungs- und Innovationsunternehmen, das zur dänischen Dachorganisation Landwirtschaft & Ernährung (Landbrug & Fødevarer) gehört. Es entwickelt praxisnahe Lösungen für nachhaltige Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion und arbeitet dabei eng mit Universitäten, Behörden und Unternehmen zusammen.

Bürgermeister: Untersuchungen werden intensiviert

„Dank der Förderung durch die Fjordstiftung können wir bei diesen Untersuchungen einen Zahn zulegen“, sagt Skau. „Ich hoffe, dass wir bald wieder bedenkenlos in der Förde baden können.“

Neue Stiftung fördert lokale Projekte

Die Fjordstiftung wurde Ende 2024 gegründet und erhielt 50 Millionen Kronen vom Unternehmen „United Shipping & Trading Company“ (USTC) auf Fünen. Sie fördert Projekte zur Renaturierung und zum Wissensaustausch. Insgesamt haben sich 20 dänische Fjorde um Unterstützung beworben. Die Haderslebener Förde zählt zu den ersten Begünstigten dieser Initiative. Eine Vorgabe für die Förderung besteht darin, dass eine spürbare Verbesserung der Wasserqualität binnen drei Jahren möglich ist.