Kriminalität

Schwere Übergriffe: Fünf Jahre Gefängnis für Mann aus Tondern

Veröffentlicht Geändert
Wegen umfangreicher Verbrechen an zwei Frauen wurde der Gewalt- und Sexualtäter am Gericht in Sonderburg zur Rechenschaft gezogen (Archivfoto).

Wegen jahrelanger sexueller und psychischer Gewalt gegen zwei frühere Partnerinnen ist ein 39-Jähriger zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Gericht in Sonderburg sah die Aussagen der Opfer als glaubwürdig an und ordnete neben der Gefängnisstrafe auch eine Entschädigungszahlung an.

Das Gericht in Sonderburg (Sønderborg) hat am Dienstag, 16. Dezember, einen 39 Jahre alten Mann aus Tondern wegen umfangreicher Übergriffe auf zwei Frauen zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. 

Über mehrere Jahre hinweg soll er seine Partnerinnen schwer misshandelt und sexuell missbraucht haben. Der Schuldige muss den beiden jungen Frauen, mit denen er in einer Beziehung war, 350.000 Kronen Schadensersatz zahlen.

Eine heute 27-jährige Frau wurde im Zeitraum von Juli 2018 bis Februar 2022 Vergewaltigungen, sexuellen Übergriffen jenseits des Geschlechtsverkehrs, Gewalt, psychischer Gewalt sowie Bedrohungen durch Zeugen ausgesetzt.

Ähnlichen Verbrechen wurde eine nun 23-Jährige von Januar bis August 2023 sowie von November 2024 bis April 2025 ausgesetzt, wie aus einer Pressemitteilung der Polizei für Südjütland und Nordschleswig hervorgeht.

Der Täter übte umfassende soziale Kontrolle aus

Bei dem Strafmaß hat das Gericht den langen Tatzeitraum und die Isolation der Opfer durch den 39-Jährigen gewichtet. Zudem wurde die Tatsache berücksichtigt, dass die Frauen umfassenden sozialen Kontrollen und schweren Übergriffen ausgesetzt waren. 

Auch die Ähnlichkeit der Übergriffe, die an beiden Frauen begangen wurden, fiel bei der Straffindung ins Gewicht. 

Ankläger Thomas Bøjgaard von der Staatsanwaltschaft für Südjütland und Nordschleswig zeigt sich zufrieden mit dem Urteil des Gerichts. Es spiegle die Schwere der Taten und den langen Zeitraum wider, über den sich die sexuellen Übergriffe erstreckten. 

Ankläger: „Äußerst entwürdigend für die Frauen“

„Das Gericht hat mit dem Urteil im Großen und Ganzen die Aussagen der Geschädigten zugrunde gelegt und sie damit als glaubwürdig erachtet. Es besteht kein Zweifel daran, dass das, was die Frauen erlebt haben, äußerst entwürdigend war, und ich finde, dass sich dies in der Strafe widerspiegelt“, sagt er.

Der 39-jährige Mann wurde nach der Urteilsverkündung verhaftet. Er hat seine Inhaftierung beim Landgericht angefochten und gegen das Urteil Berufung eingelegt.