Blaulicht

Mopedfahrer schwer verletzt – Autofahrer unter Verdacht der Absicht

Veröffentlicht Geändert
Die Polizei hat das Auto des 57-jährigen Unfallfahrers beschlagnahmt.

Ein Unfall bei Nübel könnte gezielt herbeigeführt worden sein: Ein 57-jähriger Autofahrer steht im Verdacht, einen Mopedfahrer absichtlich umgefahren zu haben. Die Polizei ermittelt nun wegen gefährlicher Fahrweise und Fahrerflucht.

Was zunächst wie ein tragischer Verkehrsunfall auf dem Amtsvejen bei Nübel wirkte, könnte sich als gezielte Tat entpuppen: Ein 57-jähriger Autofahrer aus dem Raum Broacker (Broager) steht im dringenden Verdacht, am Mittwochnachmittag einen Mopedfahrer absichtlich gerammt zu haben. Der Vorfall hat nun weitreichende strafrechtliche Konsequenzen.

Der Mopedfahrer wurde bei dem Zusammenstoß schwer verletzt, schwebt aber laut Polizeikommissar Martin Hess Pedersen vom Bezirksrevier in Sonderburg (Sønderborg) nicht in Lebensgefahr.

Der mutmaßliche Unfallverursacher wurde noch am Mittwoch festgenommen und verbrachte die Nacht im polizeilichen Gewahrsam. Inzwischen wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt – bleibt aber weiterhin tatverdächtig.

Nach ersten Ermittlungen deutet einiges darauf hin, dass sich die beiden Männer vorher nicht kannten. Die Polizei geht derzeit von einem Fall von Aggression im Straßenverkehr aus. Besonders schwer wiegt zudem, dass der Autofahrer nach dem Vorfall Fahrerflucht beging.

Gegen den Mann wird nun wegen rücksichtsloser Fahrweise – im dänischen Strafrecht unter dem Begriff „vanvidskørsel“, also „Wahnsinnsfahrt“, geführt – ermittelt. Sein Fahrzeug wurde von der Polizei vorläufig beschlagnahmt. Die Justiz muss nun klären, ob das Auto dauerhaft konfisziert werden darf.

Die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen der Tat laufen noch.