Blaulicht

Grenzkontrolle in Nordschleswig: 170.000 Zigaretten aus Polen sichergestellt

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Polizei und Zollbehörde führen an der deutsch-dänischen Grenze und im Hinterland gerne gemeinsame Kontrollen durch.

Zoll und Polizei stoppen mutmaßliche Schmuggelnde an einem Grenzübergang in der Kommune Apenrade. Ein ukrainisches Pärchen muss knapp eine Million dänische Kronen an Abgaben und Strafgeld zahlen.

Im Rahmen einer Kontrolle an der deutsch-dänischen Landesgrenze hat die gemeinsame Einheit von Zoll und Polizei („Politi- og Toldenheden“) über Pfingsten einen mutmaßlichen Schmuggelversuch im großen Stil vereitelt. Wie die Polizei für Südjütland und Nordschleswig mitteilt, wurden in einem Fahrzeug an einem Grenzübergang in Nordschleswig rund 170.000 unverzollte Zigaretten sichergestellt.

Die beiden Insassen – ein 39-jähriger Mann und eine 37-jährige Frau, beide ausländische Staatsbürger mit Aufenthaltserlaubnis in Dänemark – wurden wegen groben Schmuggels vorläufig festgenommen und zur Vernehmung auf eine Polizeidienststelle gebracht.

Nach Angaben der dänischen Steuerbehörde (Toldstyrelsen) beläuft sich die hinterzogene Abgabe auf über 330.000 Kronen, hinzu kommt eine Geldstrafe von 650.000 Kronen, die den Beschuldigten auferlegt wurde. Die Zigaretten sollen in Polen erworben worden sein und wurden ohne Entrichtung von Steuern und Abgaben nach Dänemark eingeführt.

Solche Erfolge zeigen, wie wichtig die enge Zusammenarbeit zwischen Zoll und Polizei ist.

Jeppe Kjærgaard, Kontrolldirektor der Steuerbehörde

„Solche Erfolge zeigen, wie wichtig die enge Zusammenarbeit zwischen Zoll und Polizei ist“, betont Jeppe Kjærgaard, Kontrolldirektor der Steuerbehörde. Schmuggelware – gerade aus dem Ausland – könne zusätzlich gesundheitsgefährdend sein, weil sie oft außerhalb regulierter Produktionsstandards hergestellt werde, so Kjærgaard weiter.

Ermittlungen wegen schweren Schmuggels

Auch die Polizei unterstreicht die Bedeutung des Einsatzes. Polizeinspektor Carsten Spliid von der Einheit UKA Vest in Pattburg (Padborg) erklärt: „Die Menge der sichergestellten Zigaretten macht deutlich, dass es sich um einen besonders schweren Fall von Schmuggel handelt. Wir sind froh, dass wir dies mit der Beschlagnahmung unterbinden konnten.“

Die genaue Kontrollstelle wollte die Polizei auf Nachfrage des „Nordschleswigers“ nicht nennen, bestätigte aber, dass sich der Vorfall an einem Grenzübergang in der Kommune Apenrade ereignete.

Die Ermittlungen in dem Fall werden nun von der Polizei Südjütland und Nordschleswig als Strafsache weitergeführt.