Gerichtsurteil

Gefährliche Alkoholfahrt mit Linienbus: Bewährungsstrafe für 58-Jährigen

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Ein Elektrobus von Sydtrafik steht am Busbahnhof in Tondern.
Die Wahnsinnsfahrt endete im April 2025 am Busbahnhof in Tondern (Symbolfoto)

Mit 2,51 Promille steuerte ein 58-jähriger Linienbusfahrer im April seinen Bus durch Tondern und brachte mehrere Menschen in Gefahr. Das Gericht verhängte nun eine Bewährungsstrafe, gemeinnützige Arbeit und eine Geldstrafe. Er hatte während der Fahrt fast eine Flasche Wodka getrunken.

Ein 58-jähriger Busfahrer ist am Dienstag, 16. Dezember, wegen einer Wahnsinnsfahrt (Vanvidskørsel) im April in Tondern zu vier Monaten Gefängnis auf Bewährung, gemeinnütziger Arbeit und einer Geldstrafe von 16.500 Kronen verurteilt worden.

Nach dem Urteil des Gerichts in Sonderburg (Sønderborg) muss der Berufsfahrer mit Wohnsitz in der Kommune Tondern 100 Stunden gemeinnützige Arbeit ausführen. Er akzeptierte das Urteil.

Die Bewährungszeit beträgt ein Jahr. Außerdem wurde ihm für vier Jahre der Führerschein entzogen.

Der Fahrer war am 22. April 2025 mit einem Linienbus und einem Blutalkoholwert von 2,51 Promille durch Tondern gefahren, wobei es zu mehreren gefährlichen Situationen kam. Zum Glück befanden sich keine Passagiere im Bus.

Gefährliche Situationen bei Gegenverkehr

Er prallte gegen einen Baum und ein Verkehrsschild, während Gegenverkehr herrschte. Zudem hatte er beinahe mehrere Personen am Busbahnhof angefahren, als er auf dem Bürgersteig fuhr.

Am Busbahnhof erlitt eine Frau leichtere Verletzungen, wie aus einer Pressemitteilung der Polizei für Südjütland und Nordschleswig hervorgeht.

Der Busfahrer wurde wegen der konkreten Gefährdung des Lebens oder der körperlichen Unversehrtheit verurteilt, da er beinahe die Personen angefahren hätte. Zudem gab es einen Schuldspruch wegen Trunkenheit am Steuer.

Gefährdung des Straßenverkehrs und Trunkenheit am Steuer mit einem Promillewert von über 2,00 zählen zu den Straftaten, die unter die Bestimmungen von Wahnsinnsfahrten fallen.

Es hätte zur Katastrophe kommen können

„Trunkenheit am Steuer ist sehr ernst und stellt stets ein großes Risiko für andere Verkehrsteilnehmende dar. In diesem Fall war der Promillewert besonders hoch und die Tat wurde in einem tonnenschweren Bus begangen. Es war reines Glück, dass es nicht zu einer schlimmen Katastrophe gekommen ist“, betont Ankläger Kasper Ørts Jørgensen von der Staatsanwaltschaft für Südjütland und Nordschleswig.