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Bürgerhinweis nach Brandserie in Pattburg bringt Polizei auf die Spur eines 15-Jährigen

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Auf einer Strecke von 500 Metern brannten mehrere Mülltonnen und ein Wohnhaus aus.

Nach sechs Bränden in Pattburg in der Nacht zu Sonntag hat die Polizei einen Teenager in Hadersleben aufgegriffen. Der Jugendliche bestreitet die Vorwürfe.

Nach der Brandserie in der Nacht zu Sonntag in Pattburg (Padborg) hat die Polizei am Montagabend in Hadersleben (Haderslev) einen 15-jährigen Tatverdächtigen festgenommen, teilt die Polizei für Südjütland und Nordschleswig in einer Pressemeldung mit. Dem Teenager wird vorgeworfen, sechs Brände entlang einer rund 500 Meter langen Strecke gelegt zu haben – darunter mehrere Müllcontainer und ein Einfamilienhaus, das vollständig niederbrannte.

Die erste Alarmmeldung erreichte die Polizei am Sonntagmorgen um 3.24 Uhr. Innerhalb von nur 15 Minuten gingen weitere Notrufe ein: In kurzen Abständen wurden mehrere Feuer in Mülltonnen gemeldet. Besonders gravierend war der Brand in einem Haus am Oldemorstoftvej. Dort wurde ein Wohngebäude komplett zerstört. Personen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden.

Bürgerhinweis führte zu Verdächtigem

Wie die Polizei für Südjütland und Nordschleswig am Dienstag mitteilte, war es ein Hinweis aus der Bevölkerung, der entscheidend zur Festnahme beitrug. Die Person hatte in der Brandnacht einen jungen Menschen mit auffälligem Verhalten in der Nähe der Tatorte beobachtet. Die daraufhin aufgenommenen Ermittlungen führten zu dem 15-jährigen Jungen, der schließlich am Montagabend um 19.23 Uhr in Hadersleben festgenommen wurde.

Nach seiner Vernehmung wurde der Jugendliche wieder auf freien Fuß gesetzt. Laut Polizei lag kein ausreichender Grund vor, ihn dem Haftrichter vorzuführen. Dennoch bleiben die sechs Brandstiftungs-Straftaten Gegenstand eines laufenden Verfahrens. Die Polizei hält an den Vorwürfen fest – der 15-Jährige bestreitet, etwas mit den Bränden zu tun zu haben.

Soziale Behörden eingeschaltet

Wegen des jungen Alters des Tatverdächtigen wurden die zuständigen sozialen Behörden in das Verfahren einbezogen.

Die Polizei teilt darüber hinaus mit, nichts deute darauf hin, dass der 15-Jährige auch für den Brand am frühen Montagmorgen in Apenrade (Aabenraa) sein könnte. Ein Zusammenhang könne laut Polizeikommissar Chris Thorning Vesterdal vom Bezirksrevier in Sonderburg (Sønderborg) inzwischen nahezu gänzlich ausgeschlossen werden, zumal am Sønderport nichts auf Brandstiftung hindeute.

Hinweise auf die Brandursache in Apenrade werden von den brandtechnischen Untersuchungen in dieser Woche erwartet.