Mitbestimmung

Zwischen Heimatstolz und Zukunftsvisionen: Hoyer im Wandel

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In Hoyer ist sich die Einwohnerschaft der Lage ihres Heimatortes an Marsch und Wattenmeer mit viel Natur bewusst.

Die Initiative „Bylivsmøde“ der Kommune Tondern und des örtlichen Lokalrats stieß auf großes Interesse: 80 Interessierte listeten eine lange Reihe von Vorzügen und Attraktionen auf. Sie setzten mehr sichere Fußwege, eine Wiedau-Badeanstalt sowie neue Angebote für Kinder auf ihren „Wunschzettel“.

In seinem ausführlichen Einleitungsauftritt hat beim ersten „Bylivsmøde“ in der Marschenhalle in Hoyer Ortsentwicklungsspezialist Michael Moos Møller die Einwohnerschaft zum aktiven Mitwirken an Zukunftsperspektiven aufgefordert.

Experte steht Einwohnerschaft zur Seite

80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten nach dem etwas langen Vortrag des Fachmanns der Firma BID aus Vejle keine Probleme, die vielen Vorzüge und Attraktionen ihres Heimatortes aufzuzählen.

Genannt wurde dabei die Initiative Tonderner Marsch, die während der vergangenen Jahre besonders auch dem historischen Ortskern zu neuem Glanz verholfen hat.

Kirsten Christensen, seit Jahren sehr engagiert im Mitbürgerhaus im früheren Bürgermeisteramt, zählte zu den vielen Hoyeranerinnen und Hoyeranern, die sich in der Marschenhalle zu Wort meldeten.

Und auf der langen Liste an Pluspunkten tauchten die Lage inmitten der Westküstennatur und am Wattenmeer ebenso auf wie die Wahrzeichen Kirche, Kiers Hof oder die Mühle samt Gartenanlage und Café.

Sichtbare Einwohnerinnen und Einwohner gefragt

Michael Moos Møller, der als Mitstreiterin am Projekt Signe Ovesen von der Kommune Tondern vorstellte, meinte, dass in Hoyer mitunter zu wenig Leben in den hübschen Straßen herrsche.

Er könne sich vorstellen, dass angesichts von über 40 Vereinen im Ort die Hoyeranerinnen und Hoyeraner sich etwas sichtbarer machen könnten.

Und so kamen als Reaktion auch Vorschläge wie Willkommensinitiativen für Zuzüglerinnen und Zuzügler, ein Zuzüglerhaus oder verbesserte Busverbindungen von Hoyer in die Hauptstadt Tondern.

In der Marschenhalle wurde während der Veranstaltung lebhaft diskutiert. Anfangs gab es für alle eine kleine Mahlzeit.

Hoch im Kurs stehen auch örtliche Betriebe und Arbeitsplätze. Dazu zählen neben Handwerk und Touristik in Hoyer auch Ausbildungsstätten und kommunale Einrichtungen wie das Pflegeheim Digegården.

Die vorgebrachten Zukunftsträume reichten von einer Badeanstalt an der Wiedau im Bereich des Binnenhafens, einen verkehrssicheren Fußgängerweg direkt von Hoyer zur Wiedausschleuse bis hin zu einem Hundewald.

Aktuelle Initiative für Weihnachtsbeleuchtung

Vorgeschlagen wurde auch ein gemeinsamer Aktivitätskalender. Abschließend berichtete Jørn Petersen über eine neue Initiative von „Højer Byudvikling“.

Der Verein hat nach der Auflösung des örtlichen Gewerbevereins die Weihnachtsbeleuchtung mit originellen Ornamenten übernommen und wird im Dezember neben der Storegade und der Skolegade auch Nørregade und Nørrevej festlich illuminieren.

„Die Finanzierung ist gesichert“, so Petersen unter lebhaftem Beifall. Er berichtete außerdem über das Vorhaben, eine Zukunftssicherung der über 50 Jahre alten Marschenhalle im Rahmen einer landesweiten Fördermittelvergabe anzustreben.

Das nächste „Bylivs“-Treffen findet am Montag, 22. September, von 19 bis 20.30 Uhr in der Marschenhalle statt.